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Aqua-Terrarium.de

Andreas

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Freitag, 14. Oktober 2011, 14:48

Projekt Meerwasser-Nano

Hallo zusammen,

nachdem mein Meerwasser-Aquarium mittlerweile prächtig läuft war mir nach etwas neuem.

Ein Freund hat mir im August das Buch "Nano-Riffaquarien" von Daniel Knop geliehen - die Lektüre ist sehr interessant, so ein Nano-Becken unterscheidet sich beim Meerwasser schon erheblich von einem großen! Im Meerwasser gibt es viel mehr Kleinstlebewesen als im Süßwasser und wenn diese nicht von großen Fischen, der starken Strömung und der Filterung "entsorgt" werden entwickelt sich ein faszinierender Mikrokosmos.

Passend dazu hat es mit den Süßwasser-Garnelen und Zwergkrebsen bei mir noch nie wirklich funktioniert - Nachwuchs gab es wenn überhaupt nur so viel, das der Bestand gleich blieb und die eine oder andere bestandsvernichtende Katastrophe gab es im Laufe der Zeit auch. Zuletzt hatte ich mit Osmosewasser und 50:50-Verschnitt aus Osmose und Leitungswasser experimentiert - mit gleichem Erfolg (nämlich Null).

Da so ein Nano-Meerwasseraquarium einfacher und kostengünstiger einzurichten und zu betreiben ist, als man denkt (gleichwohl ist es doch noch DEUTLICH teurer als Süßwasser) möchte ich hier in diesem Thread nach und nach meine Einrichtungsschritte und die Entwicklung des marinen Mikrokosmos festhalten - vielleicht kann ich ja einen von Euch dazu verleiten, sich auch ein solches Becken einzurichten :)

Viele Grüße,
Andreas

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Freitag, 14. Oktober 2011, 15:00

Zur Debatte stand für mich der Neukauf eines Meerwasser-Beckens - oder aber der Umbau meines Schreibtisch-Aquariums vom Süß- zum Meerwasser. Ein heisser Kandidat war auch der Nano Marinus Cube von Dennerle oder das Yasha-Becken von Aqua Medic.
Aus Kosten- und Sicherheitsgründen (ich wollte keine Unsummen ausgeben und hatte auch keine Lust auf ein Technikbecken unterm Schreibtisch, bei dem dann bei Pumpen- oder Ablaufausfall Überschwemmung droht) fiel die Entscheidung nach einiger Zeit auf den Umbau des vorhandenen Beckens mit so wenig Investitionen wie möglich aber so vielen wie nötig.

Mein Becken misst 40x40x50 (BxTxH), wobei durch die gebogene Frontscheibe bis zu 5cm mehr Tiefe dazu kommen. Unten und oben ist eine Kies-/Wasserstandsblende bzw. Zierleiste. Bedingt durch eine Eintiefung für die Kabeldurchführung gehen ca. 5 cm Höhe verloren, die reale Füllhöhe liegt also bei ca. 44 cm. Lt. Hersteller Aquatlantis sind es ca. 75 Liter.

Andreas

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Freitag, 14. Oktober 2011, 15:09

Ausgestattet ist das Becken mit einem Leuchtbalken mit 2x 8W T5-Röhren. Hier gibt es zwar passende Leuchtmittel mit >= 10.000K Lichtfarbe, bei der Höhe würde aber am Bodengrund viel zu wenig Licht ankommen - man spricht beim Meerwasser von ca. 1 Watt pro Liter.
Ein zweiter Leuchtbalken wäre von der Lichtmenge her ok gewesen, da ich ohnehin keine lichthungrigen Steinkorallen zu halten beabsichtige.

Ich hatte mich daraufhin auf die Suche nach einem zweiten Leuchtbalken gemacht - was deutlich schwieriger war als erwartet. Durch die properitäre Befestigung des Leuchtbalkens kam ein Alternativhersteller leider nicht in Frage, da ich auf Bastelarbeit keine Lust hatte. Leider konnte mir kein Händler - weder lokal noch online - den gewünschten Leuchtbalken beschaffen. Der Hersteller Aquatlantis hielt es nicht mal für nötig, auf meine englischsprachige E-Mal an deren portugiesische Mailadresse zu antworten - wer nichts verkaufen will muss ja nicht...

Also habe ich mir die Klemmleuchte vom Dennerle Nano-Cube marinus näher angesehen. Zwei Stück der 36W-Version hätten die erforderliche Lichtleistung gebracht - doch erstens sind die mit ca. 100€ pro Stück nicht gerade ein Schnäppchen und zweitens ist die Klemme für die Befestigung an der Seitenscheibe zu schwach für die knapp 2cm dicke Zierleiste meines Beckens. Für die entsprechenden Kompaktleuchtstofflampen fand ich leider auch von keinem anderen Hersteller eine passende Klemmleuchte.

Übrige Alternativen: 70W HQI, 4x T5 Aufsetzleuchte oder eine LED-Leuchte. Neupreis leider unerschwinglich (200-400€!!!) und auch gebraucht war nichts auftreibbar.

Vorbei der Traum vom Meerwasser-Nano?

Midschdi

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Freitag, 14. Oktober 2011, 21:36

Wenn es noch was wird wäre ich froh wenn du ach die Preise erwähnst (Damit man sich mal vorstellen kann wie stark sich der andere Preis schon in der Anschaffung bemerkbar macht !)
LG Midschdi :]

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Andreas

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Freitag, 14. Oktober 2011, 22:39

Naja, wenn man kein so hohes Becken bzw. eines mit schmalerem Rand hat lässt sich problemlos so eine Dennerle-Klemmleuchte befestigen. Bei nem 30er Cube z.B. die 24W Leuchte, kostet ca. 70€.
Von ich glaube Arcadia gibts auch MW-Klemmleuchten, die sind nochmal ein Stück günstiger als die von Dennerle.
Eine T5-Aufsetzleuchte für ein 80er Becken mit 4x 39W gibt es schon für 80€ inkl. Leuchtmittel (Aqualight Quad, Link auf Anfrage).

Andreas

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Montag, 17. Oktober 2011, 19:36

So, weiter gehts!

Nachdem sich das mit den Klemmleuchten zwecks Befestigungsmöglichkeit erübrigt hatte und auch keine HQI gebraucht günstig her ging hatte ich zwei Möglichkeiten: Neukauf oder die ganze Geschichte vergessen.
Hätte ich es vergessen, wäre der Thread hier ja schon zu Ende ;)

Wohl oder übel habe ich also in den sauren Apfel gebissen und mein Konto geplündert - aber wenn es schon ein teurer Neukauf sein muss sollen wenigstens die Folgekosten (Stromrechnung) gering sein - 70W den ganzen Tag lang plus Verlustleistung des Vorschaltgeräts wird auf Dauer doch teuer... Reicht schon, wenn die 150W vom großen Becken den Stromzähler rotieren lassen.

Ich habe mich also entschieden, eine moderne LED-Leuchte zu kaufen!
Nach viel lesen von Erfahrungsberichten und Tests, überwiegend aus USA (Langzeiterfahrungen gibt es bei der neuen Technologie nicht wirklich und man muss sich auf die Herstellerangaben verlassen. Die Amis kaufen eigentlich nur noch LED und kein HQI, das boomt da richtig) hatte ich schließlich die "Maxspect G2-180-60W SemiLED" sowie die "Tropic Marin SunaECO HD 1000 Reef White" in der Auswahlliste - den Ausschlag gab letztlich der günstigere Preis und ein Erfahrungsbericht in einem Forum, wonach die Maxspect in der Verarbeitungsqualität nicht sooo toll wäre.

Das Becken kommt dadurch zwar deutlich teurer als geplant - wie oben geschrieben kann man aber durchaus günstige Aufsetz- oder Klemmleuchten nehmen! Nur in meinem Fall war das halt leider nicht möglich.
»Andreas« hat folgendes Bild angehängt:
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delorentzi

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Dienstag, 18. Oktober 2011, 08:14

Hi,

ich glaube das war ne gute Wahl. Zumindest von dem was ich bisher recherchiert habe. Mich juckt es die SunaEco Balken zu testen, leider sind die aber nur 50cm lang - doof bei einem Becken mit 100cm Kantenlänge.
mal gucken. Wüßte ja nicht mal ob die hell genug sind. Vielleicht probiere ich das wirklich mal aus und adiere links und rechts LED Strahler. Ist ja auch ne Frage des Designs, was man wo und wie im becken anordnen möchte. Einen dunkleren Bereich findet man ja auch in der natur und somit schafft man ein naturnahes Rückzuggebiet.

Schwierig ...

Grüße,
Thomas
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Andreas

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Dienstag, 18. Oktober 2011, 17:57

Hi,

die 500er SunaECO hatte ich auch im Blick - waren mir dann 10 cm zu lang ;)
Auf einen Meter würde ich Dir zwei Balken empfehlen, allein schon von der Lichtstärke her. Wenn Du noch mehr Licht brauchst 4 aufs ganze Becken (links 2, rechts 2) - ist dann aber natürlich auch eine Geldfrage.

Die SunaECO LED-Lampen werden übrigens von Aquaray aus USA hergestellt und nur hierzulande unter dem Tropic Marin Label vertrieben.

Etwas enttäuscht war ich vom mitgelieferten Befestigungsmaterial. Dazu aber später mehr.

delorentzi

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Dienstag, 18. Oktober 2011, 20:14

Hi,

ja klar, 2 Balken. So habe ich das eh gedacht. habe mir mal zwei Balken als Natural Light bestellt. Mal gucken. Versuch macht kluch ..?
Was ich an den SunaEco Lösungen wirklich sexy finde ist, dass sie in IP64 Gehäusen sind - d.h. man könnte sie auch unter der Abdeckung direkt oberhalb der Wasseroberfläche hängen.
D.h. jede LED trifft 1x ins Wasser und muss sich nicht gegen die Reflexion der benachbarten LED kämpfen.
... und dann wäre da noch das Steuermodul für Sonnenaufgang/Untergang usw. ....

Grüße,
Thomas
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Andreas

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Mittwoch, 19. Oktober 2011, 17:02

Jupp, das Steuergerät hab ich auch auf dem Radar. Kommt aber erst wenn Besatz da ist.

Andreas

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Mittwoch, 19. Oktober 2011, 17:18

Die Lampe misst ca. 20x20 cm und verfügt über 7 weiße LEDs mit ca.14000K und 3 blaue mit >50000K Farbtemperatur.
Die drei blauen bilden zusammen mit zwei weißen einen Kanal, die restlichen LEDs bilden den zweiten Kanal.
Gespeist wird die Lampe mit einem laptopähnlichen Netzteil, welches über zwei Ausgänge verfügt - durch einfaches an- und abstecken kann man die LED-Kanäle an- bzw. abschalten.



Optional kann man sich für ca. 100€ das "SunaECO LED Control" Steuergerät kaufen, welches eine echtzeituhrgesteuerte getrennte Dimmung der Kanäle erlaubt. So kann man den Sonnenauf- und untergang und auch das Mondlicht sehr realistisch simulieren!

Die Oberseite der Lampe wird komplett von einem Kühlkörper eingenommen, der im Betrieb trotz sparsamer 24W über 60°C heiß wird. Daher sollte die Lampe mit etwas Abstand zur Abdeckung montiert sein und für gute Durchlüftung gesorgt sein.


Wie schon erwähnt bin ich vom mitgelieferten Montagezubehör enttäuscht - für den Preis hätte ich deutlich mehr erwartet. Es gibt nur zwei billige Plastikwinkel, die auf die Kühlrippen geschoben werden und somit das Festschrauben an der Aquarienabdeckung ermöglichen. Dazu gibt es noch ein Beutelchen mit vier PVC-Schrauben und vier normalen Schrauben mit passenden Dübeln für die Montage im Mauerwerk oder Holz.

Da ein Meerwasserbecken in 98% der Fälle ohne Abdeckung daherkommt (zwecks besserem Sauerstoffaustausch) und die Leuchte speziell für Meerwasser gedacht ist, ist das ein Problem und eine mittlere Frechheit des Herstellers.
Ich hatte nun also die Möglichkeiten, mir einen passenden Winkel zur Befestigung an der Scheibe von unserem Schlosser in der Arbeit biegen zu lassen oder dem Becken doch eine Abdeckung z.B. aus Plexiglas zu spendieren. Beides kam für mich nicht wirklich in Frage, sodass ich mir die Befestigung meiner HQI-Lampe als Vorbild nahm.

Mittels zweier Drahtseile und Kabelbindern habe ich mir eine Aufhängung für die Lampe gebastelt!


Geschwind noch die ideale Position der Bohrlöcher in der Decke ausgemessen und... ach halt, ich hab ja gar keine passenden Schraubhaken da!
Ich bin dann schnell zum Baumarkt und habe die Schraubhaken mitsamt Fischer-Dübeln (4 Stück waren zusammen günstiger als zwei Schraubhaken lose...) gekauft.
Die Story vom leeren Akku und fehlendem Schlag meiner Bohrmaschine und dem damit verbundenen überhitzten Bohrer sowie der anschließenden Putzaktion, um den feinen Staub, der sich überall verteilt hatte, zu entfernen, erspare ich Euch mal ;) Nach deutlich mehr als den geplanten 10 Minuten hing die Lampe dann jedenfalls endlich!


delorentzi

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Mittwoch, 19. Oktober 2011, 20:26

Hi,

sieht jez im Trockenlauf nicht besonders hell aus ... Ich seh schon ... ich erwarte wieder viel zu viel ... :-(
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Andreas

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Donnerstag, 20. Oktober 2011, 19:32

Auf dem Bild sieht es dunkler aus, als es in der Wirklichkeit ist. Aber ja, ich war da auch etwas enttäuscht von der Helligkeit.
Im Datenblatt wird eine HD1000 für 0,2-0,3 m² Beckenfläche empfohlen.

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Donnerstag, 20. Oktober 2011, 19:52

HI Andreas,

Ich habe eine LED Taschenlampe, eine einzige LED ist da drin. Das Ding ist in der Stufe HELL so hell, als würde ich bei meinem Auto Fernlicht einschalten.
Und das mit einer einzigen LED und einem einzigen 3,6V Akku und das ganze so "kompakt", dass es in jede Hosentasche passt. Von daher habe ich gewisse Erwartungen. In meinem Eigenversuch, den Du sicher verfolgt hast, habe ich auch einzelne LEDs verwendet, das muss für soviel Geld mindestens erreicht wenn nicht übertroffen werden. Mal abwarten :-)

Grüße,
Thomas
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Samstag, 22. Oktober 2011, 13:54

Naja, "Helligkeit" ist nicht alles. Viel wichtiger ist das richtige Farbspektrum.

Das hier sieht aber auch interessant aus, gerade für Nano-Becken: http://www.reefnews.eu/?p=9072

delorentzi

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Samstag, 22. Oktober 2011, 19:16

... aber so ein Teller kostet alleine über 200 Euro - wohl nur was fürs Nano Becken - für 100er Becken brauchst Du mindestens 2 ...

Habe inzwischen die SunaEco 500 duo ... bin ganz zufrieden. Hab die jetzt V förmig, also ein sehr weit geöffnetes V und vorne versetzt. Das Becken ist bis auf einen Wels und 4 Schnecken fast ganz leer, da ich es neu aufbaue. Somit läßt sich über Farbe, Optik nicht viel sagen. Sie ist aber so aufgebaut, wie ich es auch machen würde kaltweiss und warmweiss gemischt. Die Gehäuse sind sehr wertig. 24W steht auf der Packung und 28W braucht es effektiv samt Vorschaltgerät. Das ist okay. hast Du bei Dir mal geguckt/gemessen?

Die SunEco 500 gibts ja auch einzeln, vielleicht hau ich im hinteren Bereich noch eine einzelne weisse drauf. Die wird dann von 10-15 Uhr oder so separat dazu geschaltet - für die beiden anderne gibts bald den Controller.

grße,Thomas
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Samstag, 22. Oktober 2011, 19:27

So, da die Beleuchtung nun vorhanden ist geht es nun um das Thema Filterung.

Einen klassischen Filter wie im Süßwasser, also mit Schwamm und Keramikkügelchen etc. braucht man im Meerwasser nicht, da das Lebendgestein die biologische (bakterielle) Filterung übernimmt. Ein Schwammfilter kann sogar stark negative Einflüsse haben, da er sich gerne zu einem regelrechten Nitratnest entwickelt (Nitratwerte >10mg/l sind im Meerwasser fast tödlich für die Bewohner, der Idealwert liegt bei minimal über Null). Im Meerwasser eigentlich Pflicht ist ein Eiweißabschäumer - in einem kleinen Nano ist der aber verzichtbar, da eh kein Platz für große Fische ist und somit keine großen Ausscheidungen abgebaut werden müssen. Auch nimmt ein Abschäumer viel Platz weg, den man nicht unbedingt hat. Auch filtert ein Abschäumer viele Kleinstlebewesen raus - und im Nano geht es ja gerade um solche Kleinstlebewesen!

Meiner Meinung nach unverzichtbar ist jedoch eine Oberflächenabsaugung, damit keine Kahmhaut auf der Wasseroberfläche entsteht und den Sauerstoffaustausch behindert.

Ebenfalls sehr wichtig ist eine starke Strömung, damit es keine "toten" Ecken im Becken gibt und das Lebendgestein immer mit frischem Wasser umspült wird. Als Richtwert rechnet man mit dem 20fachen Beckenvolumen pro Stunde an Strömung.
Bei meinen 75 Litern sollte ich also ca. 1500 l/h Strömung haben.

Erfreulicherweise hatte ich noch eine Koralia nano Strömungspumpe mit ca. 1600 l/h auf Lager, habe mir da also den Neukauf gespart. Für kleinere Becken gibt es die Koralia nano übrigens auch mit ca. 900 l/h. Beide Pumpen kosten zwischen 25 und 30€.

In Sachen Oberflächenabsaugung gibt es für Nano-Becken relativ wenig und auch überwiegend teures wie z.B. die Tunze Nano Wavebox oder Nano Filter. Recht neu auf dem Markt ist der Dennerle nano marinus Bio-Circulator 4in1 für ca. 60€. Das Ding kommt mit zwei unterschiedlich großen Filterschwämmen (von denen ich gar nichts halte, da Filterschwämme im Meerwasser gerne hübsche Nitratschleudern sind) für die Unterwasserabsaugung und einem Oberflächensauger und schafft zwischen 250 und 500 l/h. Angegeben ist er für bis zu 60 Liter Aquarien.

Zusammen mit der Strömungspumpe liege ich also bei ca. 2000 l/h.

Da erfahrungsgemäß die Herstellerangaben immer nach oben aufgerundet sind und ich ohnehin mehr als 60 Liter habe habe ich mich zusätzlich für einen Rucksackfilter entschieden, genauer einen AquaClear 50. Der hat den großen Vorteil, das man bei Bedarf bequem Aktivkohle oder Phosphat- und Silikatabsorber darin unterbringen kann und auch ein kleiner Abschäumer (Sander Piccolo) Platz finden kann. Bei einem kleinen Nano-Becken erhöht er zudem das Wasservolumen um knapp 2 Liter. Man hat somit schon fast ein Technikbecken im Unterschrank ;)
Für kleinere Becken gibt es zudem noch einen AquaClear 20 und 30 oder für größere den AquaClear 70.
Fördern tut er bis zu 750 l/h, lässt sich aber wie auch der Dennerle-Filter runterregeln. Aber viel hilft viel und Leistungsreserve ist nie verkehrt!

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Samstag, 22. Oktober 2011, 19:57

Hi,
kleines Meerwasserbecken ... mit AquaClear und einen Sander piccolo ? http://www.redfloh.de/aquapage/nano.htm

... ein Eindruck wie so ein Nano Becken wächst und aussehen kann.

Mal gucken .. wie es bei Dir weiter geht. Das wäre das erste Mal das (von meinem Standpunkt) ein Meerwasserbecken bezahlbar wird.

ich drück Dir schon mal die daumen dass es gut weiter läuft ;-)

Grüße,
Thomas
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Samstag, 22. Oktober 2011, 23:01

Tom Du bist fies, da brauch ich mir hier ja gar nicht die Finger wund tippen wenn Du einfach andere themengleiche Seiten verlinkst :(

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Sonntag, 23. Oktober 2011, 12:14

Ein letztes Stück Technik fehlt noch, die Heizung. Da das Becken relativ nah am Fenster steht und ich kein Freund hoher Raumtemperaturen (im Winter 15-18°C) bin ist also ordentlich Power gefragt - bei gleichzeitig kompakten Abmessungen.
Die Wahl fiel letztlich auf den "Aquarium Systems Newatt 100W". Der ist nur ca. 25cm lang (das Eheim/Jäger-Äquivalent mit gleicher Leistung ist deutlich länger) und nebenbei bemerkt völlig bruchfest. Durch die schwarze Farbe auch weniger anfällig für Algen.

Und last but not least noch eine Bodenplatte aus Plexiglas. Da das Lebendgestein direkt auf die Bodenplatte geschichtet wird und nicht auf den Kies, damit grabende Lebewesen nicht die Steinkonstruktion zum Einsturz bringen können ist diese lebensnotwendig um Glasbruch zu vermeiden. Da lag in der Arbeit noch ein Rest Plexiglas rum, den ich mir entsprechend zugeschnitten und mit etwas Schmirgelpapier die Kanten und Ecken leicht geglättet habe.
»Andreas« hat folgendes Bild angehängt:
  • DSC_0896.JPG

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