Hallo zusammen!
Ich war die letzten 2 Wochen im sonnigen Kalifornien auf Urlaub.
An zwei Tagen hatte ich am Strand Berührung mit den dort lebenden Wirbellosen.
Beim ersten Besuch entdeckte ich in einer kleinen natürlichen Höhle ein paar Krabben.
Weitaus interessanter wurde es letzten Donnerstag!

Dieser Steinbrocken und einige kleinere waren das reinste Wilo-Paradies! Das natürliche Mini-Riff war neben Unmengen an Miesmuscheln übersäht von kleinen Baby-Krabben (0,5-2cm) sowie unzähligen kleinen Anemonen.
Wenn es kurz ruhig war konnte man die Tiere regelrecht werkeln hören - knister zisch knack spritz blubb - echt faszinierend! Die Krabben wuselten eifrig über das kleine Mini-Riff und wenn eine der Mini-Anemonen (max. 3 cm Durchmesser) von einer der Krabben (oder meinem frechen Finger

) berührt wurde, zog sie sich zusammen.
Leider wurden die Felsen alle Nase lang von Wellen überspült. Das war zwar super zum beobachten (und wohl auch bitter nötig, damit diese Fauna überhaupt existieren konnte), ich habe mich aber mit meiner Kamera nicht näher ran getraut.
Wirklich interessant fand ich, das die Anemonen durchaus an Stellen wuchsen, die nur alle paar Minuten von einer größeren Welle überspült wurden. Das es Anemonen gibt, die halb an Land leben, war mir nicht bekannt.
Liebend gern hätte ich mir das eine oder andere Exemplar für mein Becken daheim eingepackt. Aber erstens will man die Tiere ja nicht aus ihrer natürlichen Umgebung reissen, zweitens hätten sie den langen Transport wohl kaum überlebt und drittens ist es fraglich, was man sich damit so alles ins Becken einschleppt... Mal ganz davon abgesehen, das es illegal ist und man am Zoll mit den Transportbeuteln richtig böse Ärger kriegen kann.
Im SeaWorld gab es übrigens auch ein großes Freilandbecken, quasi eine Art Gartenteich, mit Seesternen, -igeln und Anemonen drin. Da es recht flach war, durfte man die Seesterne auch anfassen - ob das wirklich der Natur der Tiere entsprach wage ich aber wohl zu bezweifeln. Immerhin gab es noch eine Hand voll netter Bilder
In einem der Becken im SeaWorld gab es übrigens auch Macrobrachium zu sehen - dort nicht näher als "glass shrimp", also Glasgarnele, bezeichnet.
Zur Krebssuche im Inland bin ich leider nicht gekommen, es war einfach immer was los und als einziger Wilo-Verrückter die restlichen zu so etwas zu überreden, ist nicht gerade einfach

Der Mann meiner Cousine sagte mir jedoch, das er "in der Nähe" (das sind dort schon mal gut 2 Stunden mit dem Auto) einen kleinen Fluss oder Bach kennt, in dem es "irgendwelche Krebsviecher" gibt.