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Yvonne

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Samstag, 12. November 2011, 20:06

Mangrovenbecken

Hallo zusammen!

Ich wollte mich mal an Mangroven in Brackwasser versuchen und habe mir überlegt, dass es nett sein würde, wenn man vielleicht gleichzeitig auch Krabben in dem Becken halten könnte.

Jetzt wollte ich mal Leute fragen die sich mit solchen Sachen auskennen... ;)

Ich war heute auf einer Messe und da wurde mir die Rote Mangrovenkrabbe empfohlen. Ich glaube nur, die Leute dort hatten nicht so viel Ahnung von Meer/Brackwasser, weil mir im nächsten Satz schon gleich wieder irgendetwas zusätzlich empfohlen wurde - aber für Süßwasser. Ich gehe davon aus, dass es sicher wesentlich mehr Krabben für Brackwasser gibt, aber welche sind geeignet?

Das Becken ist 65x65 und soll wie gesagt eigentlich für Mangroven sein. Es wird im Wintergarten stehen und vermutlich nicht zusätzlich beleuchtet werden, ich wills mal mit dem vorhandenen Tageslicht versuchen bzw. mit dem Ablicht des Orchiterras daneben. Am Liebsten wären mir also Bewohner, die nicht viele Extrawürstel brauchen würden sondern mit diesen Gegebenheiten schon zufrieden sind. Gibts die??

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann!

Danke, lg, Yvonne

Andreas

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Samstag, 12. November 2011, 21:42

Hi!

Die "roten Mangrovenkrabben" (Pseudosesama moeshi) sind "brackwassertauglich". Wenn Du ihnen neben den Mangroven als Landteil noch Erdreich zum Graben gibst sehe ich da kein Problem - ausser vielleicht der Größe des Beckens, das könnte etwas größer sein.

Yvonne

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Samstag, 12. November 2011, 22:31

Schönen Abend!

Vielleicht habe ich mich nicht ganz klar ausgedrückt... Die Mangroven leben. Sie sind also in einem Substrat gepflanzt, dass den Krabben vermutlich sowieso gefällt, ähnlich Sand. Ich könnte auch ohne Probleme halb/halb abtrennen und den Krabben einen "Krabbenbereich" mit Erde geben und wenn Sie wollen gehen Sie zu den Mangroven, dem Sand und ins Brackwasser rüber.

Wollen/müssen Krabben richtig schwimmen (können)? Wenn das Wasser im Mangroventeil nur ein paar Zentimeter hoch wäre, ist das ok?

Ja klar, größer ist sowieso immer besser, ich dachte nur, dass es eigentlich ok sein sollte, da doch recht oft von 80x40 Becken gesprochen wird und die ja scheinbar ausreichend zu sein scheinen... Da ist mein 65x65 von der Fläche her sogar größer...

lg, Yvonne

Andreas

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Sonntag, 13. November 2011, 00:08

Das hatte ich schon so verstanden, das es lebende Mangroven sind :) Aber die wurzeln ja normalerweise unter Wasser, weshalb die Krabben da nichts mehr zum graben an Land haben. Bzw. - was aber wohl im Becken schwer zu simulieren ist - mal überflutet und mal im trockenen.

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Sonntag, 13. November 2011, 08:11

Guten Morgen,

ahso, sorry, dann hab ich Dich nicht richtig verstanden :verrückt:

nun, das muss nicht zwingend so sein, dass Mangroven (dauerhaft) einen hohen Wasserstand haben. Die meisten Menschen pflanzen Mangroven in ein Aquarium und da ist nun mal der hohe Wasserstand gegeben. Ich brauche keinen hohen Wasserstand für z.B. Fische und setze die Mangroven dazu, meine Mangroven bekommen ein Becken, dass für sie gebaut wurde :-) Mangroven sind mit unterschiedlichen Wassermengen zufrieden, wie in der Natur...

Der Plan ist der, dass die Mangroven einige Zentimeter (auch mal vielleicht 10-20) im Brackwasser stehen, dass aber durch die Verdunstung auch Gezeiten simuliert werden. Das heisst es wird auch Zeiten geben, wo mal auch nur 0-2 cm Wasser steht. Wenn ich also eine Landschaft (Höhen und Tiefen) bauen würde, dann würde es Stellen geben die trocken sind und Senken in denen Wasser steht. Soweit der Plan.

Wenn es sinnvoll ist einen Erdteil für Krabben einzurichten, soll das auch recht sein! Ich habe immer Glas übrig, kann also alle möglichen Abtrennungen einbauen 8)

Die Hauptfrage die ich habe, ist die, ob Krabben das gefallen wird: Ein Becken (geplant) ohne Zusatzbeleuchtung, Zimmertemperatur und irgendwann (wenn die Mangroven über den Rand gewachsen sind) oben offen. LF müsste ja in dem Glasbehälter eigentlich ok sein. Licht? Temperatur? Ja...und auch die Größe. Ich wollte nur 1,1 oder welche auch immer mögliche, passende Zusammenstellung von 2 Tieren.

lg, Yvonne

Andreas

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Sonntag, 13. November 2011, 13:21

nun, das muss nicht zwingend so sein, dass Mangroven (dauerhaft) einen hohen Wasserstand haben. Die meisten Menschen pflanzen Mangroven in ein Aquarium und da ist nun mal der hohe Wasserstand gegeben. Ich brauche keinen hohen Wasserstand für z.B. Fische und setze die Mangroven dazu, meine Mangroven bekommen ein Becken, dass für sie gebaut wurde :-) Mangroven sind mit unterschiedlichen Wassermengen zufrieden, wie in der Natur...
Ja, das ist ja das, was ich schrieb - mal überflutet und mal trocken.

Zitat

Der Plan ist der, dass die Mangroven einige Zentimeter (auch mal vielleicht 10-20) im Brackwasser stehen, dass aber durch die Verdunstung auch Gezeiten simuliert werden. Das heisst es wird auch Zeiten geben, wo mal auch nur 0-2 cm Wasser steht. Wenn ich also eine Landschaft (Höhen und Tiefen) bauen würde, dann würde es Stellen geben die trocken sind und Senken in denen Wasser steht. Soweit der Plan.
Dadurch simulierst Du eher Jahreszeiten als Gezeiten ;) Auch musst Du aufpassen, wenn Du 10-20cm Brackwasser zu 0-2cm verdunsten lässt dürfte der Salzgehalt ähnlich wie im toten Meer sein. Da musst Du schon selbst anpacken und das Wasser abpumpen, damit Du da keine Salzsuppe kriegst.

Zitat

Die Hauptfrage die ich habe, ist die, ob Krabben das gefallen wird: Ein Becken (geplant) ohne Zusatzbeleuchtung, Zimmertemperatur und irgendwann (wenn die Mangroven über den Rand gewachsen sind) oben offen. LF müsste ja in dem Glasbehälter eigentlich ok sein. Licht? Temperatur? Ja...und auch die Größe. Ich wollte nur 1,1 oder welche auch immer mögliche, passende Zusammenstellung von 2 Tieren.
Krabben sind Ausbruchkünstler, genau wie Krebse. Zumindest ein engmaschiger Maschendrahtzaun sollte schon drüber sein. Sofern der Wintergarten gut abgesichert ist kannst Du das Becken vielleicht auch so gestalten, das ein einfacher Zugang aus und in das Becken für die Tiere möglich ist? Quasi ein großes Wohnzimmer dann.

Yvonne

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7

Sonntag, 13. November 2011, 19:21

Hallo!

Ok, Gezeiten und Jahreszeiten...verstanden. Brackwasser ist doch alles was kein Süßwasser mehr ist, oder? D. h. eigentlich wäre schon 1 l Wasser mit 1 Gramm Salz Brackwasser oder? Wenn ich also die Aufsalzung nieder halte, dann habe ich bei niederem Wasserstand auf Grund von Verdunstung kein Totes Meer im Becken? *g* Totes Meer war gut *lol*

Krabben können aber nicht am Glas raufklettern oder?? 8o Das Becken ist 60, 70 cm hoch, wenn da nicht ein Ast genau zum Rand reicht, können die aber nicht abhauen? Das scheint ja interessant zu werden :D

Ahm..."...einfacher Zugang aus und in das Becken für die Tiere möglich ist? Quasi ein großes Wohnzimmer dann." Meinst Du, dass die dann gleich in die Küche kommen und nachschauen können ob was beim Kochen runtergefallen ist? *LOL* Sorry, das stell ich mir gerade höchst lustig vor. Die beiden Hunde würden sich sicher freuen und unsere anderen Terrarienbewohner treten entweder in den Hungerstreik aus Protest, dass sie nicht auch draussen herumlaufen dürfen oder schreiben ein Mail ans Tierschutzhaus. Ich glaub, meine Phantasie geht grad mit mir durch...*g*

Ok, also im Ernst, ich hab Dich glaub ich nicht verstanden, wohin die Krabben gehen sollen, wenn Sie einen Zu-/Ausgang hätten. Hach, jetzt ist der Groschen glaub ich gefallen!! Meinst Du einen vom restlichen Haus getrennten Anbau? Unser Wintergarten ist ein Teil des Hauses, das verlängerte Esszimmer sozusagen.

Wir haben auch einen Garten, würden sich Krabben vielleicht über einen gesicherten Sommeraufenthalt im Freien freuen?

lg, Yvonne

Andreas

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8

Sonntag, 13. November 2011, 20:23

Brackwasser ist doch alles was kein Süßwasser mehr ist, oder? D. h. eigentlich wäre schon 1 l Wasser mit 1 Gramm Salz Brackwasser oder?
1 Gramm pro Liter hast Du schon beim Süßwasser. Stell das mal auf den Herd und lass es verdampfen, was da alles im Topf bleibt...

Unter Brackwasser versteht man Fluss- oder Meerwasser mit einem Salzgehalt von 0,1 % bis 1 % (1 ‰ bis 10 ‰).

Zitat

Krabben können aber nicht am Glas raufklettern oder?? 8o Das Becken ist 60, 70 cm hoch, wenn da nicht ein Ast genau zum Rand reicht, können die aber nicht abhauen? Das scheint ja interessant zu werden :D
Oh doch! Da reichen ein paar mikroskopische Algen als Halt. Das geht schneller als Dir lieb ist.

Zur Not wird dann die Silikonnaht genommen oder das Stromversorgungskabel vom Filter.

Zitat

Meinst Du, dass die dann gleich in die Küche kommen und nachschauen können ob was beim Kochen runtergefallen ist? *LOL* Sorry, das stell ich mir gerade höchst lustig vor.
Drum ja die Frage, ob der Wintergarten abgesichert ist ;) In der Küche haben die wohl nichts verloren.

Zitat

Hach, jetzt ist der Groschen glaub ich gefallen!! Meinst Du einen vom restlichen Haus getrennten Anbau? Unser Wintergarten ist ein Teil des Hauses, das verlängerte Esszimmer sozusagen.
Ja, genau! Wenn dass das verlängerte Esszimmer ist geht es natürlich nicht.

Zitat

Wir haben auch einen Garten, würden sich Krabben vielleicht über einen gesicherten Sommeraufenthalt im Freien freuen?
Kann ich mir kaum vorstellen, wir haben hier nicht die klimatischen Bedingungen (Temperatur und Luftfeuchte).

Yvonne

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9

Montag, 14. November 2011, 13:54

Mein Gott, diesen (Denk-)Fehler 1g/l ist 1% krieg ich sicher nie wieder weg :rolleyes: Stimmt natürlich, das ist dann schon recht wenig... Wobei Dein 0,1% sind dann doch mein 1g/l, also doch auch schon Brackwasser wie Du schreibst:...Brackwasser...0,1% bis 1%

Ich fürchte, was ich da so an Infos bis jetzt bekomme, ist die Idee vielleicht ganz nett, aber eher schwierig bis gar nicht durchzubringen...

Ich hätte in dem Mangrovenbecken ja auch gar keinen Filter eigentlich (also nur für die Mangroven), Heizstab habe ich zwar überlegt, da wurde mit aber in der Aquaristikabteilung gesagt, dass das Ding nicht im Sand stecken darf bzw. nicht waagrecht an der Scheibe angebracht werden darf.

Wie schaut denn so ein Krabbenverdauungsergebnis eigentlich aus? Sind Krabben Überträger von irgendetwas bzw. werden Bakterien oder Parasiten ausgeschieden? Weil...wenn die Krabben z. B. zu den Mangroven koten, dann hätte ich das als Dünger eingestuft...? Und was macht ihr mit dem Kot auf Eurem Landteil? Alle paar Wochen ausräumen und neues Substrat einbringen? Das könnte ich ja mit dem Landteil dann auch machen. Ich sehe nur gerade keine Begründung/Notwendigkeit für eine Pumpe/Filter...

Sorry wenn ich vielleicht blöde Fragen stelle, aber ich hatte auch noch nie ein Aquarium. Also danke mal an der Stelle für die geduldigen Antworten :kiss

Andreas

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Montag, 14. November 2011, 19:11

Wie gesagt, dann müsstest Du jedes Leitungswasser als Brackwasser bezeichnen. Nur destilliertes Wasser (bzw. Osmose mit Vollentsalzer) ist "richtiges" Süßwasser, alles andere enthält mehr oder weniger Salze.

Bei der Tierhaltung - egal in welcher Form - sollten immer die Bedürfnisse der Tiere im Vordergrund stehen. Ohne die passende Temperatur sowohl im Wasser als auch an Land sowie eine Umwälzung (=Filterung) des Wassers wird es nicht gehen. Der Wasserteil muss also aus mehr als durchweitem Substrat mit "Pfütze" bestehen.
Das mit dem Heizer stimmt nur bedingt, nicht im Sand ist schon richtig, aber ob waag- oder senkrecht ist wurscht.

Die Krabben neigen dazu, Futter in selbstgegrabenen Höhlen zu horten. Dort drin vergammelt das dann. Da Du in diese selbstgegrabenen Höhlen nicht rein kommst musst Du künstliche Höhlen zur Verfügung stellen und diese regelmäßig auf gammelige Futterreste kontrollieren.

Ich würde Dir raten, Dir zuerst einmal (nach ausgiebiger Einlesererei) ein normales Aquarium zuzulegen und so Erfahrungen zu sammeln. Wenn das läuft kannst Du Dich an ein Aquaterrarium für Krabben machen.

Yvonne

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Dienstag, 15. November 2011, 12:31

Ja klar, kommen die Bedürfnisse der Tiere zuerst, deshalb hab ich ja auch die Infos der Messe noch mal überprüft.

Und wie wir sicher alle wissen bzw. schon selber erlebt haben, ist es für das sogenannte Fachpersonal leicht einem Anfänger mal schnell Schwachsinn zu verkaufen.

Kannst Du ein gutes Buch empfehlen über Krabben und deren Haltung? Dann hab ich ja den ganzen langen Winter Zeit über ein eigenes Becken für die Krabben nachzudenken das meine Mangroven nicht teilen müssen *g*

Aquarium kommt nicht in Frage, das interessiert mich überhaupt nicht und schaff ich mir sicher nie an. Fische sind nicht so meins in einem Aquarium.

Und...ich wills nicht nur einfach haben und gut, ich wills verstehen können...altes Leiden von mir :pft

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12

Dienstag, 15. November 2011, 14:05

Fische sind nicht so meins in einem Aquarium.
Es gibt ja auch Cubes für Garnelen, Krebse und Schnecken :D
LG Midschdi :]

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Dienstag, 15. November 2011, 16:18

Guck mal in die Bücherliste da ist auch einiges über Krabben dabei.

Wie Midschdi schon sagte heisst Aquarium nicht gleich Fische - Du kannst es auch mit Wirbellosen versuchen.

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