Hallo zusammen,
habe euch mal ein FAQ zum Thema "eingeschleppte Schwermetalle durch Pflanzen & Auswirkungen auf Garnelen" zusammengestellt.
Frage: ich habe gehört, man soll bevor man in Zwerggarnelen-Aquarien Wasserpflanzen setzt, diese WP zuerst in nem Eimer mit Wasser zwischenhältern. Unmittelbar vor dem Einsetzen, soll man sie noch unter fließendem Wasser abspülen. Stimmt das?
Antwort: Ja.
F: Wieso soll man das machen?
A: Wasserpflanzengärtnereien nutzen meist Dünger und andere Zusätze, um in absehbarer Zeit möglichst schöne und gesunde Wasserpflanzen ohne hohe Ausfallquote heranzuziehen.
Darum sollte man mit o.g. Methode versuchen diese Stoffe von den Wasserpflanzen weg zu bekommen.
F:Was würde passieren, wenn man es nicht macht?
A:Zwerggarnelen (und auch andere Garnelen; Krebse nicht so extrem) sind sehr empfindlich gegenüber Schwermetallen im Wasser. Die Garnelen würden sehr unkontrolliert im Becken "herumtorkeln", zu Boden fallen etc. Diese Schwermetallvergiftungen sind oft auch letal(=tödlich).
F: Sind alle Wasserpflanzen betroffen?
A: Meist sind nur die Pflanzen aus dem Zoofachhandel so vorbehandelt. Nachzuchten von Privataquarianern sind davon meist aber nicht betroffen. Es schadet aber natürlich nichts, wenn man auch hier Vorsicht walten läßt.
F:ich habe mein Aquarium schon mit Wasserpflanzen aus dem Zoofachhandel eingerichtet und bekomme demnächst meine Garnelen. Was kann ich tun, um die Schwermetalle aus dem Wasser zu bekommen.
A: Man kann Wasseraufbereiter einsetzen um die Stoffe zu binden. Diese kann man dann mit einem großen Wasserwechsel, bei dem zwischen 50-70% des Inhalts gewechselt werden, teilweise entfernen. Öfters große Wasserwechsel (auch täglich) schaden jetzt nicht.
Von den Garnelen, die man bekommt ggf. erst nur 1 Tier einsetzen. Falls es sich ungewöhnlich verhält, sofort rausfangen und die Tiere in ein unbelastetes Becken setzen. Wenn nach 30min bis 1 Stunde noch keine Unauffälligkeiten beobachtet werden können, kann man es riskieren die ganze Gruppe einzusetzen.
F: Sind auch andere Tiere von solchen Schwermetallen betroffen?
A: i.d.R. betrifft dies alle Wirbellosen, obwohl Flusskrebse nicht so empfindlich reagieren wie Garnelen. Fischen merkt man meist keine Zeichen von Unwohlsein an.
Ebenso gefährlich wie Schwermetalle ist auch ein zu hoher Nitritwert. Diesen sollte man mit einem Tropfentest aus dem Fachhandel testen, der Wert ist idealerweise 0mg/l(laut Tropfentest).
Mit freundlicher Genehmigung von HermChris84. Falls ihr Kritik habt, könnt ihr sie gerne äußern.