Anentome helena gehört zur Familie der Buccinidae und stammt aus Südostasien. Die Gehäusefarbe variiert von einfarbig braun, beige, rotbraun bis hin zu braun-gelb gestreift. Der Körper ist beige mit grauen Punkten. Sie besitzt ein Rohr, das aus Mantelmaterial besteht. Mit diesem nimmt sie vermutlich Gerüche auf und ortet so ihre Beute.
Deutscher Name: Raubschnecke
Größe: bis ca. 3cm
Geschlechtsunterscheidung:
Anentome helena ist getrenntgeschlechtlich. Eine Unterscheidung ist rein äußerlich nicht möglich.
Wasserwerte:
Kompatibel mit verschiedenen Wasserwerten, wobei sehr weiches Wasser nicht geeignet ist.
Beckengröße: ab 30 L.
Beckeneinrichtung:
Der Bodengrund sollte nicht zu grobkörnig sein. Am besten geeignet ist Sand oder feiner Kies, da die Tiere sich darin eingraben, bis nur noch das Ortungsrohr herausschaut, um ihrer Beute aufzulauern.
Temperatur:
Haltung bei Zimmertemperatur ist möglich, aber auch bei höheren Temperaturen fühlen sie sich wohl.
Futter:
Hauptsächlich Lebendfutter (Schnecken). Trockenfutter mit hohem Anteil an tierischem Eiweiß und Frostfutter werden ebenfalls angenommen.
Vergesellschaftung und Verhalten:
Vergesellschaftung
nicht mit schneckenfressenden Fischen und Krebsen! Anentome helena sollte nicht einzeln, sondern in Gruppen gehalten werden.
Andere Schnecken - auch wesentlich größere - werden gefressen. Man sollte die Tiere nicht anschaffen, um eine "Schneckenplage" mit ihnen zu bekämpfen, da dies meist nicht die Ursache (zu viel Futter) behebt.
Ausreichend Lebenfutter sollte angeboten werden. Die Tiere lauern ihrer Beute im Bodengrund eingegraben auf, gehen aber auch aktiv auf Jagd. Beuteschnecken werden mit einem Rüssel ausgesaugt, der normalerweise unsichtbar verborgen liegt.
Vermehrung:
An hartem Substrat werden ca. 1mm große Eier angeheftet, die von einem charakteristisch eckigen gelartigen Substrat umgeben sind. Die Entwicklungszeit beträgt ca. 4 Wochen.
Fazit:
Anentome helena ist nicht nur wegen ihres Aussehens, sondern auch durch ihr interessantes Verhalten eine Bereicherung. Man sollte sie jedoch nur anschaffen, wenn genügend Lebendfutter vorhanden ist bzw. beschafft werden kann.
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