Brotia pagodula gehört zur Familie der Pachychilidae.
Sie stammt aus Thailand/Grenze zu Myanmar; dort aus schnellfließenden Flüssen der kühleren Bergregion. Charakteristisch ist ihr Gehäuse mit den großen Hohlstacheln.
Lateinischer Name: Brotia pagodula
Deutscher Name: stachelige Riesenturmdeckelschnecke
Größe:
Im Handel überwiegend zwischen 2-5 cm. Über Endgröße und Lebenserwartung ist nichts bekannt.
Geschlechtsunterscheidung:
Die Tiere sind getrenntgeschlechtlich. Eine Unterscheidung ist rein äußerlich nicht möglich.
Wasserwerte:
Mit Leitungswasser kommt sie zurecht; wobei gilt: je härter, desto besser. Die Kalkversorgung zum Gehäuseaufbau kann zusätzlich über die Nahrung erfolgen.
Beckengröße: ab 60cm.
Beckeneinrichtung:
Sandboden, größere Steine. Mulm und Algen sollten vorhanden sein. Man sollte darauf achten, dass sie sich mit ihrem sperrigen Gehäuse nicht an Dekogegenständen einklemmen kann.
Unverzichtbar sind starke Strömung und hoher Sauerstoffgehalt!
Temperatur:
empfohlen wird eine Haltung bei 20-25°C, wobei ich persönlich mit 23°C die besten Erfahrungen habe. Hohe Temperaturen über einen längeren Zeitraum verträgt sie nicht!
Futter:
nach Eingewöhnung (bisher sind ausschließlich Wildfänge im Handel) wird Gemüse (Gurke, Tomate, Salat etc.) und Futtertabs mit hohem Spirulina-Anteil gefressen. Die Zugabe von Heilerde zum Futter (oder in Schälchen getrocknet ins Becken) hat sich bewährt. Ebenso kann dem Futter feingemahlene Eierschale zugesetzt und eine Sepiaschale ins Becken gegeben werden. Algen von Scheiben und Steinen werden abgeraspelt.
Da die Tiere in der Lage sind, einen Teil ihrer Nahrung aus dem Wasser zu filtrieren, sollte regelmäßig Staubfutter gereicht werden.
Vergesellschaftung und Verhalten:
Für die Tiere wäre ein Artenbecken wünschenswert. Nahrungskonkurrenz vertragen sie nur sehr bedingt! Eine Vergesellschaftung mit ruppigen Fischen, die an den Fühlern zupfen, ist nicht zu raten. Die Tiere würden zugedeckelt herumliegen und verhungern.
Adulte Tiere sind deutlich inaktiver als Jungtiere.
Im Sandboden wird zwar nach Nahrung "herumgerüsselt", jedoch graben sie sich nicht ein!
Vermehrung:
Lebendgebärend; angenommen wird, dass eine Vermehrung nur 1x jährlich (im Frühjahr) stattfindet. Die Jungtiere sind bei der Geburt ca. 2-3 mm groß und haben ein glattes Gehäuse (hell-/dunkelbraun geringelt). In den ersten Tagen haben die Jungtiere leider eine hohe Sterblichkeitsrate. Nach ca. 2-3 Wochen sind am Gehäuse die ersten winzigen Ansätze der charakteristischen Stacheln zu erkennen.
Über eine gelungene Aufzucht ist bisher nichts bekannt.
Fazit:
Brotia pagodula ist sicher kein Kandidat für ein gut besetztes Gesellschaftsbecken. Wenn man ihren Ansprüchen gerecht wird, ist sie jedoch ein äußerst interessanter und schön anzusehender Pflegling.