Der Kubakrebs stammt, wie der Name schon sagt, aus Kuba. Genauer gesagt von der Isla de Pinos. Er ist zumeist bräunlich-grau, vereinzelt sollen aber auch schon blaue Färbungen beobachtet worden sein. Vermutlich ist dies abhängig von den Wasserwerten und/oder der Ernährung.
Lateinischer Name: Procambarus cubensis cubensis
Deutscher Name: Kubakrebs
Größe: ca. 6-8 cm, gelegentlich bis 10 cm
Alterserwartung: ca. 3 Jahre
Geschlechtsunterscheidung:
Männchen werden zumeist etwas größer und haben etwas größere Scheren. Der Geschlechtsunterschied lässt sich anhand der männlichen Gonopoden bzw. den weiblichen Gonoporen und dem Annulus ventralis erkennen. Weitere Informationen sind
hier im Forum zu finden.
Wasserwerte:
pH, Härte und Temperatur
Ich halte meine Krebse bei 20-24°C, im Hochsommer aussentemperaturbedingt auch bis 28°C, in recht hartem Wasser mit kH 9° und dH 12° bei einem pH-Wert von 7,5.
Anderswo ist von einem pH-Wert von 7-7,5 sowie ~10° dH zu lesen.
Beckengröße:
ab 30 cm für ein Paar, Jungtiere auch mehr
Beckeneinrichtung:
Im Becken sollten viele Verstecke wie z.B. halbierte Kokosnusshöhlen, halbe Blumentöpfe, Wurzeln, Steine, Tonröhren etc vorhanden sein. Pro Krebs sollten 2 Höhlen zur Verfügung stehen.
Weiche Pflanzen wie Vallisnerien werden schon mal ausgegraben oder abgezwickt, Anubia, Schwimmpflanzen bzw. nicht auf Bodenhöhe wachsende Pflanzen und Mooskugeln aber in Ruhe gelassen. Sind keine Höhlen vorhanden graben die Krebse im Bodengrund bzw. verkleinern so auch den Eingang größerer Höhlen. Die Einrichtung sollte also grabsicher sein, d.h. nicht umfallen und die Krebse unter sich beraben können.
Tragende Pflanzen oder Steine und Wurzeln in den oberen Beckenregionen sind besonders frisch nach der Häutung sehr beliebt, um sich dort vor Artgenossen zu verstecken. Das Becken sollte ausbruchsicher gestaltet sein, da die Krebse gerne das Becken verlassen, wenn sie sich unwohl fühlen.
Futter:
Futtertabletten (Tetra TabiMin, PlectoMin, WaferMix) werden gerne angenommen, auch Flockenfutter wird nicht verschmäht. Auf gelegentliche Gaben von gefrorenen roten Mückenlarven und einzelnen Spaghettis stürzen sich die Krebse. Auch Eichen-, Buchen- und Seemandelbaumlaub wird liebend gerne gefressen. Eine erweiterte Futterliste findet man
hier im Forum. Nach einer Häutung sollte man die Krebse nicht füttern, bis die alte Haut aufgefressen wurde.
Vergesellschaftung und Verhalten:
Eine Vergesellschaftung mit kleineren und ruhigen, nicht bodennahen Fischen sowie Garnelen ist problemlos möglich. Bei größeren oder frechen Fischen (z.B. Guppy) verstecken sich die Krebse. Gegenüber anderen Bewohnern verhalten sich die Krebse sehr friedlich.
Vermehrung:
mehrmals jährlich, zumeist nach der Häutung. Pro Gelege kann mit 20-80 Eiern gerechnet werden, wovon erfahrungsgemäß bis zu 50 Krebse groß werden.
Fazit:
Der Kubakrebs ist ein sehr interessanter, aber leider stark vernachlässigter Krebs, der sich aufgrund seiner Größe als idealer Zwischenschritt von Zwerg- zu Flusskrebsen eignet und anderen Aquarienbewohnern gegenüber sehr friedlich ist. Leider ist er im Zoohandel fast nicht zu erhalten und ein Bezug ist nur über private Züchter möglich.