Der Cambarellus Patzcuarensis Sp. Orange, im allgemeinen Sprachgebrauch auch gerne CPO genannt, stammt von der Nominatform Cambarellus Patzcuarensis (CP) ab. Die Nominatform lebt 2000 m über NN im mexikanischen Hochlandsee Lago Patzcuaro (19° 37' 13.87" N, 101° 38' 19.60" W) bzw. in Gewässern in dessen unmittelbarer Nähe und wurde Ende der 90er Jahre durch den Niederländer Brian Kabbes eingeführt. Die orange Zuchtform des CPO stammt von seinem Landsmann Juan Carlos Merino. Es gibt zwei Farbvarianten: gesteift und marmoriert.
Lateinischer Name: Cambarellus Patzcuarensis Sp. Orange
Deutscher Name: Oranger Zwergkrebs
Größe: (M) 3 cm / (W) 4 cm
Alterserwartung: ca. 1,5 Jahre
Geschlechtsunterscheidung:
Das Männchen bleibt etwas kleiner als das Weibchen. Darüber hinaus lässt sich das Geschlecht anhand der Begattungsgriffel (ab einer Körpergröße von ca. 2 cm) erkennen.
Nähere Informationen gibt es
hier im Forum.
Wasserwerte:
PH: 6,5 – 9 (der PH Wert des Ursprungshabitates stark alkalisch und schwankt um 9)
GH: ab 6° dGH (Ursprungshabitat: zwischen 12° und 18°)
Temperatur: 10°C bis 25°C, wobei auch höhere Temperaturen vertragen, jedoch vermieden werden sollten; der optimale Temperaturbereich liegt eher unter 20°C. (Das Ursprungshabitat, der Lago Patzcuaro, hat eine Jahresdurchnittstemperatur von ca. 16 °C)
Beckengröße:
Die Minimale Beckengröße für ein Paar ist 30 cm; für eine Gruppe von 5 sollten es schon 60 cm sein.
Beckeneinrichtung:
Bei der Beckeneinrichtung ist darauf zu achten, dass genügend Versteckmöglichkeiten in Form von Höhlen, Wurzeln, Steinaufbauten vorhanden sind. Pflanzen sind kein Muss, werden jedoch in Ruhe gelassen und gerne zum Klettern angenommen. Für eventuellen Nachwuchs stellt Javamoos eine hervorragende Rückzugsmöglichkeit und einen reichlich gedeckten Tisch (in Form von Mikroorganismen) dar.
Futter:
Auch hier gibt es den Informationen
hier im Foum nichts hinzuzufügen.
Vergesellschaftung und Verhalten:
Der CPO ist ein verhältnismäßig friedlicher Flusskrebs. Eine Vergesellschaftung mit friedlichen Fischen (sogar größeren Bodenfischen) stellt grundsätzlich kein Problem dar, obwohl es Ausnahmen gibt. CPOs sind Tag- und Nachtaktiv und zeigen dem Betrachter vor dem Becken in der Regel keine Scheu. Untereinander kommt es kaum zu Kämpfen; meistens bleibt es bei Drohungen, bei denen einer der Kontrahenten sich freiwillig zurückzieht.
Vermehrung:
Hinsichtlich der Vermehrung gibt es viele verschiedene Meinungen. Einige scheinen hiermit keine Probleme zu haben, bei Anderen will es einfach nicht funktionieren. Eine Rückkreuzung mit der Nominatform scheint etwas robustere Tiere hervorzubringen, erfordert jedoch einiges an Erfahrung. Der Zuchterfolg hängt weniger an der Paarung und der Eiabgabe (dieses geschieht relativ Problemlos), als an dem Austragen der Eier, bzw. dem Schlüpfen der Larven und den ersten Wochen nach dem Schlupf.
Anmerkungen:
Wie bei allen Krebsen, ist eine Aquariumabdeckung angebracht, da sie gerne klettern und hierbei auch das Wasser verlassen. Weiterhin, auch wie bei allen Krebsen, bekommt auch den CPOs sauerstoffreiches Wasser. Daher ist ein belüftetes Becken von Vorteil.
Fazit:
Alles in Allem halte ich den CPO wegen seiner Größe, seines Verhaltens und seiner Vergesellschaftungsfähigkeit für einen idealen Einsteigerkrebs, der seinem Besitzer auch leichte Fehler in der Haltung verzeiht. Aufgrund des relativ hohen Preises bei einer geringen Lebenserwartung sei jedoch angemerkt, dass Nachzuchten nicht Jedem gelingen.