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bmsermond

Jungkrebs

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Mittwoch, 1. Dezember 2010, 22:03

Artbeschreibung Macrobrachium dayanum / Ringelhandgarnele

Auch die Vertreter der Ringelhandgarnelen werden recht oft im Handel angeboten. Das liegt sicher zum einen daran das sie recht einfach im Süßwasser nachzuzüchten sind. Viele der Ringelhandgarnelen werden als gefährliche Fischräuber eingestuft, von M. dayanum kann ich das so nicht behaupten, selbst junge Antennenwelse können bei mir in einem Zuchtbecken mit 10 adulten Tieren in Ruhe ihre Gelege ausbrüten. Auch das innerartliche Verhalten ist weniger aggressiv als bei vielen anderen Großarmgarnelen. Sicher werden von den Männchen Reviere besetzt und verteidigt, allerdings gehen Streitigkeiten meistens mit einigen Drohgebärden und dem Rückzug eines der Tiere aus.

Lateinischer Name: Macrobrachium dayanum

Deutscher Name: Ringelhandgarnele ( auch Red Rusty oder Blaue Mexiko Garnele)

Englischer Name: Red Claw Macro, Blue Mexican Shrimp (US)

Herkunft/Verbreitung: Bangladesch, Indien, Pakistan in Flüssen

Größe:
5,5cm bis 7cm wobei die Männchen wohl noch etwas größer werden können, vereinzelt werden bis zu 9,5cm berichtet.

Geschlechtsunterscheidung:
Der offensichtlichste Unterschied sind wohl die im Vergleich zum Weibchen stark vergrößerten ersten Scherenarme des Männchens, auch sind die Männchen intensiver gefärbt als die Weibchen.

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Wasserwerte:
Die Wasserwerte scheinen bei dieser Art eine untergeordnete Rolle zu spielen, ich halte und vermehre meine in relativ weichem Wasser bei einem PH von 7,5 und Temperaturen zwischen 22 und 26°C, 20°C gelten wohl als Minimum und 30°C als Maximum.

Beckengröße:
Hier gilt sicher wie immer in der Aquaristik je größer desto besser, als Minimum für eine kleine Gruppe von 10 Tieren ist ein 100cm Becken anzusehen. Ein Frauenüberschuss ist sicher zu bevorzugen allerdings kann man bei dieser Art mehrere Männchen zusammenhalten ohne das es ständig abgekniffene Scheren gibt, dabei sollte natürlich auf ein gut strukturiertes Becken mit ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und Verstecken geachtet werden.

Beckeneinrichtung:
Die Becken für Macrobrachien sollten generell gut strukturiert sein, für die M. dayanum sollte man wie bei der M. lanchesteri zusätzlich noch in die Höhe bauen, mit verzweigten Wurzeln oder kräftigen in die Höhe wachsenden Pflanzen. Die ausgewachsenen Garnelen mögen es allerdings nicht zu feinfiedrig, in dichtem Moos bleiben sie mit ihren Scheren hängen und sind dann sichtlich genervt.

Futter:
Die Ringelhandgarnelen sind omnivor, das heißt sie essen Tierisches genauso wie pflanzliches Futter, wobei das Fleisch wohl bevorzugt wird. Besonders deckellose Schnecken sind gefährdet, wenn nicht ausreichend gefüttert wird. Bei mir bekommen sie handelsübliches Fischfutter wie Wafer und Pellets, dazu Schnecken so viele sie knacken wollen.

Vergesellschaftung und Verhalten:
Man kann die M. dayanum durchaus gut vergesellschaften, ich konnte meine Garnelen nie dabei beobachten, dass sie aktiv auf Jagd gehen. Wie ich oben schon geschrieben habe, selbst Welsbabys bleiben unbehelligt. Ich habe natürlich schon eine Ringelhand mit einem kleinen Wels oder einer Zwerggarnele in den Scheren gesehen, aber das ist so selten, dass es schon kaum ins Gewicht fällt. Der Nachwuchs der M. dayanum scheint mir da schon etwas räuberischer, allerdings sind die jungen Garnelen recht klein und somit ihr Beutespektrum doch eher eingeschränkt.

Vermehrung:
M. dayanum trägt zwischen 40 und 200 Eiern, der Durchschnitt liegt aber wohl bei 100 Eiern ab einer Körpergroße von ca. 4,5cm. Die Garnelen entlassen fast fertig entwickelte Jungtiere, die von Anfang an am Boden leben und dort auch aktiv auf Nahrungssuche gehen. In einem gut eingefahren Becken muss daher am Anfang kaum extra gefüttert werden. Gerade bei den jungen Tieren sieht man besonders gut warum man sie Ringelhandgarnelen nennt, da die Scherenarme eine deutliche schwarz-rote Ringelung aufweisen.

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Fazit:
Die M. dayanum ist unter meinen Großarmgarnelen mittlerweile mein Favorit, ihre Größe, Färbung und Ihr Verhalten machen sie für mich zu einem idealen Beobachtungsobjekt im nicht all zu kleinen Gesellschaftsbecken. Aber wie bei allem was Scheren hat sollte der Besatz mit Bedacht gewählt werden. Woher der Name Blaue Mexiko Garnele kommt und ob diese Art in Mexiko überhaupt anzutreffen ist, ist mir nicht bekannt.

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