Hallo zusammen,
aus Naturbeobachtungen am Biotop von O. durelli: Ende September sind die Männchen bereits überwiegend (zur Form I) gehäutet, die Weibchen folgen später nach und werden dann "begattet" (Spät-Herbstbefruchter). Die Herbstbefruchtung erhöht für die Art die Chance erfolgreicher Vermehrung, denn dann ist die höchste Anzahl geschlechtsreifer Tiere vorhanden. Bis zum Frühjahr und besonders im Frühjahr fallen vermehrt Krebse den Fressfeinden zun Opfer. Auch ist es dann unwahrscheinlicher, einen Geschlechtspartner zu finden. So haben bereits befruchtete Weibchen bessere Möglichkeiten, versteckt die Eier auszutragen.
Im Frühjahr sind es wiederum die Männchen, die sich als erste häuten. Die Weibchen tragen zunächst ihre Brut aus, anschließend häuten auch sie sich. Während der warmen Sommermonate findet in der Regel keine weitere Vermehrung statt.
Nachfolgend Klimadiagramm und Niederschlagsmengen im Verbreitungsgebiet von O. durelli. Beim Klimadiagramm sind obere und untere Zackenkurve die Extremwerte von Tag- und Nachttemperatur, die glatteren Kurven dann lanjährige Tages- (oben) bzw. Nachtmittel (unten). Angegeben sind jeweils Lufttemperaturen.
Ich gehe davon aus, dass die Gewässertemperaturen in den Durelli-Biotopen höchstens kurzfristig (etwa für einen Monat) unter 10 °C abfallen. Längere Kälteperioden, wie in unseren Regionen üblich, sind sicherlich nicht nötig.
Gruß
Friedrich