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Welsman

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1

Freitag, 5. Oktober 2007, 08:16

Orconectes durelli Diskussion

Mit freundlichen Grüßen
Peter


Andy

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2

Freitag, 5. Oktober 2007, 09:07

12°C ist m.E. vielleicht zu hoch um die Eierproduktion einzuleiten. Die Tiere halten problemlos 4°C aus. Man kann sie also gut in der Garage, oder auf dem Balkon etc halten, muss nur aufpassen, dass das Wasser nicht bis unten durchfriert.
Die Eier und Jungen sind relativ empfindlich, tragende Tiere am Besten nicht füttern.
Viele Gr

Welsman

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3

Freitag, 5. Oktober 2007, 10:24

Moin Andy,
wieviel Wochen brauchen sie diese extreme Kälte?
Mit freundlichen Grüßen
Peter


Andy

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4

Freitag, 5. Oktober 2007, 14:50

Ich hatte ihnen einen Winter gegönnt, das hat geklappt. :D
Genug Tiere und Ressourcen, dass ich umfangreiche Versuchsreihen machen konnte, hatte ich nicht.
Viele Gr

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5

Sonntag, 7. Oktober 2007, 08:12

Hi,

ich halte auch ein Pärchen Orconectes durelli.
Was mir noch nicht ganz klar ist ,ist folgendes:
Brauchen die Krebse die Kälteperiode um im Frühling in Paarungslaune zu kommen oder ist diese schon notwendig damit das Weibchen überhaupt Eier ansetzt und die Paarung findet im Winter statt,es wird aber erst im Frühjahr ausgetragen.
Sorry,ist jetzt vielleicht etwas wirr formuliert,aber ich hoffe es kommt rüber was ich meine.
LG Heike


Wer etwas will,mu

Andy

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6

Sonntag, 7. Oktober 2007, 11:11

Paarungen finden immer statt, sobald das Männchen in Form 1 ist. Die sind ganz unabhängig von der Kältephase. Nur die Eier in den Weibchen fangen erst an zu reifen, wenn sie einen ausreichenden Kältereiz abbekommen haben. Um genau zu sein häuten sich die Männchen eigentlich im Herbst schon wieder in Form 2 zurück. D.h. die Begattung findet lange vor der Kältephase statt.
Ich hoffe ich habe deine "unklare Frage" beantwortet? :D
Viele Gr

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7

Sonntag, 7. Oktober 2007, 11:25

Hi Andy,

dann müßte es doch rein theoretisch reichen wenn ich das Weibchen im Winter ein paar Wochen raussetzen würde,dann wieder langsam an Zimmertemperatur gewöhne und zum Männchen zurücksetze.Würde das Ganze jedenfalls vereinfachen,da ich sie dann in einem kleineren Becken nach draußen setzen könnte. ;)
Wäre das dann mit den Eiern solange ok bis das Männchen wieder in Form 1 wechselt? Woran erkenne ich das überhaupt beim Männchen,gibt es da äussere Merkmale?
LG Heike


Wer etwas will,mu

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Devil-Crusta10« (7. Oktober 2007, 11:27)


Andy

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8

Sonntag, 7. Oktober 2007, 12:03

Also ob das mit der Schockumstellung so hin haut kann ich dir nicht sagen, ebenso wenig ob die Männchen tatsächlich auf Dauer keine Kältephase brauchen.
Die Begattungswerkzeuge unterscheiden sich in Form 1 und 2 voneinander. Am einfachsten sieht man es eigentlich wenn man sich die Haken auf dem 1. und 2. Beinpaar ansieht. In Form 1 sind sie länger und richtig spitz.
Viele Gr

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9

Sonntag, 7. Oktober 2007, 12:10

Hi Andy,

kann mir das jetzt bildlich nicht so gut vorstellen,hast du eventuell Fotos von.Mein Pärchen ist erst so 4,5cm groß,da kann ich noch nicht wirklich viel erkennen ausser bei ihm die Gonopoden.
LG Heike


Wer etwas will,mu

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cambarus

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10

Sonntag, 7. Oktober 2007, 21:18

Hallo zusammen,

aus Naturbeobachtungen am Biotop von O. durelli: Ende September sind die Männchen bereits überwiegend (zur Form I) gehäutet, die Weibchen folgen später nach und werden dann "begattet" (Spät-Herbstbefruchter). Die Herbstbefruchtung erhöht für die Art die Chance erfolgreicher Vermehrung, denn dann ist die höchste Anzahl geschlechtsreifer Tiere vorhanden. Bis zum Frühjahr und besonders im Frühjahr fallen vermehrt Krebse den Fressfeinden zun Opfer. Auch ist es dann unwahrscheinlicher, einen Geschlechtspartner zu finden. So haben bereits befruchtete Weibchen bessere Möglichkeiten, versteckt die Eier auszutragen.
Im Frühjahr sind es wiederum die Männchen, die sich als erste häuten. Die Weibchen tragen zunächst ihre Brut aus, anschließend häuten auch sie sich. Während der warmen Sommermonate findet in der Regel keine weitere Vermehrung statt.

Nachfolgend Klimadiagramm und Niederschlagsmengen im Verbreitungsgebiet von O. durelli. Beim Klimadiagramm sind obere und untere Zackenkurve die Extremwerte von Tag- und Nachttemperatur, die glatteren Kurven dann lanjährige Tages- (oben) bzw. Nachtmittel (unten). Angegeben sind jeweils Lufttemperaturen.

Ich gehe davon aus, dass die Gewässertemperaturen in den Durelli-Biotopen höchstens kurzfristig (etwa für einen Monat) unter 10 °C abfallen. Längere Kälteperioden, wie in unseren Regionen üblich, sind sicherlich nicht nötig.

Gruß

Friedrich
»cambarus« hat folgende Datei angehängt:

CPO

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Sonntag, 7. Oktober 2007, 21:44

Wow. Interessant.

Besonders, da im Habitat in den Sommermonaten (durchschnittliche) Lufttemperaturen von über 30°C herrschen und das immerhin über eineinhalb Monate.

Da TN nicht grad im Gebirge liegt nehme ich an, dass die Wassertemperatur im Extremfall auch mal so um die 30°C betragen dürfte?

(@Friedrich Kommen diese Daten aus einer Software/Datenbank bzw. oder kann man diese Charts im Netz finden?

und vor Allem...

Kannst Du mir/uns ähnliche Daten zum Manningi aus AL, GA oder TN zugänglich machen? )
Gruss
Hauke

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12

Sonntag, 7. Oktober 2007, 22:00

Hi Friedrich,


meine Frage ist,ob diese Kälteperiode notwendig ist um den Paarungsakt zu initiieren,oder ob sie nur für das Weibchen notwendig ist um bei folgendem Temperaturanstieg die Eiablage zu stimulieren,denn Letztres würde bedeuten das ich nur das Weibchen "kaltstellen" muß,was das Ganze natürlich imens vereinfachen würde.
LG Heike


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cambarus

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13

Sonntag, 7. Oktober 2007, 22:56

Hallo Hauke,

auch bei über 30 °C lufttemperatur liegt die Wassertemperatur niedriger. Zudem handelt es sich um Fließgewässer und die Krebse halten sich in den Strömungsbereichen auf.

Klimadiagramme gibt es auf amerikanischen Seiten. Du solltest allerdings wissen, aus welcher Gegend Deine Tiere kommen, damit Du auch gezielt nachschauen kannst. Die Manningi-Diagramme packe ich in den entsprechenden thread.

Heike, zu Deiner Frage: Sinkende Temperaturen im Spätherbst sind einer der Faktoren, durch die nach dem Sommer die Häutung ausgelöst wird. Nach der Häutung paaren sich die Krebse erfolgreich. Ich denke, eine ähnlich kurze Kälteperiode wie in der Natur ist ausreichend für die Ausbildung der Eier.

Gruß

Friedrich

Andy

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14

Dienstag, 9. Oktober 2007, 13:35

Hallo Friedrich, vielen Dank für die Temperaturdiagramme. Daten aus den Herkunftsgebieten zu haben ist natürlich immer die erste Wahl. Diese dann allerdings auch zu Hause so umzusetzen nicht unbedingt einfach - zumindest ohne komplizierte Technik. Für mich hat die Überwinterung mit Kälte von draußen und etwas Wärmeabstrahlung vom Haus fürs erste allerdings auch recht funktioniert.

@devil-crusta: du könntest ja mal etwas höhere Temperaturen oder eine kürzere Kältephase probieren. Nach dem Temperaturdaten müsste das ja gehen. Dann wissen wir gleich wieder etwas mehr.
Viele Gr

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15

Mittwoch, 21. November 2007, 20:08

So,

erwischt,meine Orconectes durelli paaren sich gerade und das bei einer momentan durchgehenden Temperatur von 19°C im Aquarium,welches seit dem Sommer auch die bisher niedrigste Temperatur ist.
Also hat sich meine Frage geklärt und ich brauche wohl nur die Dame kaltzustellen,oder ich lasse es mal einfach so wie es ist und schaue was draus wird,vielleicht haben sich die Orconectes ja schon an die globale Erwärmung angepaßt und vermehren sich auch bei höheren Temperaturen.Ich werde berichten wenn sich was tut.
LG Heike


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Welsman

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16

Montag, 25. Februar 2008, 22:52

Hallo,

heute Morgen habe ich die Krebse aus dem Kühlschrank befreit, die Tiere sind bei bester Gesundheit. Am Abend konnte ich sie ins Aquarium umsetzen, die Wassertemperatur 8°C musste sich der Kellertemperatur angleichen. Die Wassertemperatur im Aquarium liegt jetzt bei 14°C. Mal sehen wie es weiter geht.
Mit freundlichen Grüßen
Peter


Welsman

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17

Montag, 17. März 2008, 18:57

Ohhhh man,
sind das Ausbruchskünster, beide Paare sind wech, gefunden habe ich sie im Keller noch nicht. Ich hoffe, das Friedrich noch welche hat, einen Versuch möchte ich wohl noch starten.
Mit freundlichen Grüßen
Peter


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18

Montag, 17. März 2008, 19:19

Hi Peter,

verteil vorsichtshalber mal ein paar flache Schälchen mit Wasser im Keller,falls sie noch leben,werden sie da vielleicht hinkrabbeln,mußt du dann kontrollieren.Ich drück mal die Daumen.Wenns nicht zu trocken (Luftfeuchtigkeit) ist,kanns noch klappen.Ich hoffe du hast nicht so einen Kanalisationsabfluß im Boden.
LG Heike


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Welsman

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19

Montag, 17. März 2008, 19:34

Zitat

Ich hoffe du hast nicht so einen Kanalisationsabfluß im Boden.


nein habe ich nicht

Zwei Schalen mit Wasser habe ich aufgestellt
Mit freundlichen Grüßen
Peter


yabby

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20

Dienstag, 18. März 2008, 17:41

Hallo Peter,

schade, hört sich ja nicht so gut an.
Wäre doch schön gewesen, wenn dir die Nachzucht geglückt wäre.

Nicht das irgendwann noch mehr Krebsarten fürs Aquarium verloren gehen.

Irgendwie verschwinden doch immer mehr Arten ins nichts.

Und nun 2. Versuch?


Gruß Yabby
am Anfang war das Goldfischglas =)