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Aqua-Terrarium.de

Algerich

Garnelenei

  • »Algerich« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 10. Januar 2011, 15:32

Planung eines Garnelenbeckens

Guten Tag!

Im laufenden Jahr soll sich zu meinem obligatorischen Gesellschaftsaquarium ein Garnelenbecken gesellen. Aus verschiedenen Gründen dürfte es noch ein halbes Jahr dauern, bis die Anschaffung tatsächlich getätigt ist, unter anderem deswegen, weil ich mit Garnelen keine Erfahrungen habe und schon immer ein Freund ausreichender theoretischer Überlegungen gewesen bin.

Als Anfängertier wird offenbar allgemein die neocaridina heteporoda empfohlen. Tatsächlich besiedelt eine kleine Gruppe der gelben Variante dieser Tiere (14 Stck.) bereits das Gesellschaftsbecken und da ich nicht hoffen kann, dort nennenswerte Zuchterfolge zu verzeichnen, wäre es schön, wenn diese Gruppe von Zeit zu Zeit durch Nachkommen aus dem Garnelenbecken ergänzt werden könnte.

Allerdings würde ich grundsätzlich gern eine zweite Art zu diesen Tieren setzen, selbstverständlich eine solche, die sich mit den neocaridina nicht kreuzt, nach Lage der Dinge also eine Biene oder eine Hummel. Gelesen habe ich hierzu, dass eine Vergesellschaftung zunächst unproblematisch möglich ist, dass aber die dominantere Art, in der Regel wohl die neocaridina, die andere verdrängt, diese also keine Nachkommen mehr aussetzt. Ich frage mich nun, ob dies auf dem Nebeneinander der Arten an sich beruht, in welchem Falle keine sinnvolle Zucht beider Arten möglich wäre, oder ob dies eine Folge dessen ist, dass Garnelen dann, wenn das Becken übersetzt ist, generell keinen Nachwuchs mehr produziren, so dass die Art, die schneller zu Jungtieren kommt, der anderen gegenüber überlegen ist und sie durch diesen Effekt schließlich verdrängt. In letzterem Falle nämlich wäre eine Zucht beider Arten sehr wohl möglich, wenn das Becken groß genug ist, um zwei Zuchtgruppen Platz und Anlass zu Nachkommenschaft zu geben, ein überdiemensionales Ansteigen der Population durch regelmäßige Herausnahme von Tieren verhindert wird. Mag mir jemand hierzu Näheres sagen?

Die Überlegung des letzten Absatzes führen natürlich zu der immer wieder gestellten Gretchenfrage: wieviele Garnelen passen in einen Liter Wasser? (Man kann das eleganter formulieren, aber darauf läuft es letzten Endes hinaus). Kann mir jemand sagen, wie hier der aktuelle Stand der Diskussion ist?

Daneben ein paar allgemeine Frage: Bestehen Garnelen auf Sandboden, oder ist feinkörniger Kies auch geeignet? Sehe ich es richtig, dass es den Garnelen vollkommen gleichgültig ist, ob die Dekoration auf Stein oder Wurzeln basiert, wenn insgesamt nur hinreichende Versteckmöglichkeiten bestehen und genügend feingliedrige Pflanzen eingesetzt sind? Sind Garnelen besonders lichthungrig oder lichtscheu, so dass Schwimmpflanzen wichtig oder zu vermeiden sind? Welche wichtige Standardfrage habe ich vergessen zu stellen?

Bis zu diesem Punkt dürften die klassischen Anfängerfragen abgehandelt sein, die jemanden wie mir, der es eben nicht besser weiss, so durch den Kopf gehen. An dieser Stelle komme ich dann auf das bereits angesprochene Problem der zweiten Art, also einer caridina, zurück. Optisch scheint sich der Unterschied zwischen Bienen und Hummeln durch die Kreuzung beider Arten und die zahlreichen Zuchtvariationen mehr und mehr zu vermischen, oder? Gibt es also außer der Optik wesentliche Verhaltensunterschiede oder Unterschiede in der Pflege, die ein Kriterium für die eine oder gegen die andere Art darstellen könnten? Oder ist die Entscheidung zwischen Biene und Hummel mehr oder minder zweitrangig bzw. eine Frage des konkreten Angebots?

Abschließend noch eine etwas anmaßende, weil den Anfängerbereich verlassende Frage: wie erschließt man sich - wenn überhaupt - das Thema Hochzucht? Ich meine verstanden zu haben, dass mit Hochzucht das Herausarbeiten bestimmter Erbanlangen hinsichtlich Färbung, Zeichnung oder Größe gemeint ist. Gibt es irgendwo eine fassliche Darstellung, wie man das macht?

Wie gesagt, bis ich abschließende Entscheidungen treffen muss, habe ich noch viel Zeit. Insoweit bin ich auch für Hinweise auf weiterführende Literatur dankbar.

Gruß
Algerich

Midschdi

Gelegenheits-Züchter

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2

Montag, 10. Januar 2011, 17:21

Allerdings würde ich grundsätzlich gern eine zweite Art zu diesen Tieren setzen, selbstverständlich eine solche, die sich mit den neocaridina nicht kreuzt, nach Lage der Dinge also eine Biene oder eine Hummel. Gelesen habe ich hierzu, dass eine Vergesellschaftung zunächst unproblematisch möglich ist, dass aber die dominantere Art, in der Regel wohl die neocaridina, die andere verdrängt, diese also keine Nachkommen mehr aussetzt. Ich frage mich nun, ob dies auf dem Nebeneinander der Arten an sich beruht, in welchem Falle keine sinnvolle Zucht beider Arten möglich wäre, oder ob dies eine Folge dessen ist, dass Garnelen dann, wenn das Becken übersetzt ist, generell keinen Nachwuchs mehr produziren, so dass die Art, die schneller zu Jungtieren kommt, der anderen gegenüber überlegen ist und sie durch diesen Effekt schließlich verdrängt. In letzterem Falle nämlich wäre eine Zucht beider Arten sehr wohl möglich, wenn das Becken groß genug ist, um zwei Zuchtgruppen Platz und Anlass zu Nachkommenschaft zu geben, ein überdiemensionales Ansteigen der Population durch regelmäßige Herausnahme von Tieren verhindert wird. Mag mir jemand hierzu Näheres sagen
Ich denke (ohne Gewähr :D) das es eher am ersten liegt aber die andern haben da mehr Erfahrung!
Die Überlegung des letzten Absatzes führen natürlich zu der immer wieder gestellten Gretchenfrage: wieviele Garnelen passen in einen Liter Wasser? (Man kann das eleganter formulieren, aber darauf läuft es letzten Endes hinaus). Kann mir jemand sagen, wie hier der aktuelle Stand der Diskussion ist?
Also bei der Neocaridina nehme ich normal eine halbe pro Liter da sie sich gut vermehren aber ich würde sagen mindestens zehn!
Daneben ein paar allgemeine Frage: Bestehen Garnelen auf Sandboden, oder ist feinkörniger Kies auch geeignet?
Feiner Kies geht auch
Sehe ich es richtig, dass es den Garnelen vollkommen gleichgültig ist, ob die Dekoration auf Stein oder Wurzeln basiert, wenn insgesamt nur hinreichende Versteckmöglichkeiten bestehen und genügend feingliedrige Pflanzen eingesetzt sind?
Was man mir gesagt hat war das von den Wurzeln auch Holz abgeweidet werden kann (?)
Sind Garnelen besonders lichthungrig oder lichtscheu, so dass Schwimmpflanzen wichtig oder zu vermeiden sind?
Bei mir beides also ich sage mal sie halten sich an schattigen stellen genau so auch wie an hellen ( meine Beobachtung)
Bis zu diesem Punkt dürften die klassischen Anfängerfragen abgehandelt sein, die jemanden wie mir, der es eben nicht besser weiss, so durch den Kopf gehen. An dieser Stelle komme ich dann auf das bereits angesprochene Problem der zweiten Art, also einer caridina, zurück. Optisch scheint sich der Unterschied zwischen Bienen und Hummeln durch die Kreuzung beider Arten und die zahlreichen Zuchtvariationen mehr und mehr zu vermischen, oder? Gibt es also außer der Optik wesentliche Verhaltensunterschiede oder Unterschiede in der Pflege, die ein Kriterium für die eine oder gegen die andere Art darstellen könnten? Oder ist die Entscheidung zwischen Biene und Hummel mehr oder minder zweitrangig bzw. eine Frage des konkreten Angebots?
Habe ich keine Ahnung :D
Abschließend noch eine etwas anmaßende, weil den Anfängerbereich verlassende Frage: wie erschließt man sich - wenn überhaupt - das Thema Hochzucht? Ich meine verstanden zu haben, dass mit Hochzucht das Herausarbeiten bestimmter Erbanlangen hinsichtlich Färbung, Zeichnung oder Größe gemeint ist. Gibt es irgendwo eine fassliche Darstellung, wie man das macht?
Ich habe noch keine gesehen
Ich habe zwar kaum Ahnung aber habe es trotzdem mal versucht ich denke es stimmt nicht alles bzw. es muss noch was ergänzt werden

UND ICH HABE KEINE AHNUNG VOM ZITIEREN :D
LG Midschdi :]

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Andreas

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3

Montag, 10. Januar 2011, 18:30

UND ICH HABE KEINE AHNUNG VOM ZITIEREN :D
Habs mal repariert ;)

acedaytona

Garnelenei

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4

Montag, 10. Januar 2011, 20:18

Hallo!
Daneben ein paar allgemeine Frage: Bestehen Garnelen auf Sandboden, oder ist feinkörniger Kies auch geeignet? Sehe ich es richtig, dass es den Garnelen vollkommen gleichgültig ist, ob die Dekoration auf Stein oder Wurzeln basiert, wenn insgesamt nur hinreichende Versteckmöglichkeiten bestehen und genügend feingliedrige Pflanzen eingesetzt sind? Sind Garnelen besonders lichthungrig oder lichtscheu, so dass Schwimmpflanzen wichtig oder zu vermeiden sind? Welche wichtige Standardfrage habe ich vergessen zu stellen?
Feinköriger Kies müsste völlig in Ordnung sein!
Also bei mir ist es so das ich keine Wurzeln im Becken habe, allerdings habe ich für eine bessere Wasserqualität Erlenzapfen und spezielle Zimtstangen (die sie sehr gerne mögen) drin.
Auch bei mir ist es so das sich die Garnelen sowohl im "Schatten" als auch im Hellen aufhalten! Ich kann da keine vorlieben entdecken.

Grüsse Günne :meister:
...Hochmut kommt vor dem Fall...

bmsermond

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5

Montag, 10. Januar 2011, 21:08

Hi,

ich möchte, weil das andere schon korekt beantwortet wurde nur auf die Vergesellschaftung von Caridina und Neocaridina eingehen.

1) Die Möglichkeit das eine Population die ander durch masse verdrängt besteht, es gibt bei Garnelen die sogenannte verbuttung einer Population, das passiert bei Zwerggarnelen aber erst ab einer großen Dichte, sicher wesentlich mehr als 10/Liter, Bei M. rosenbergi, einer großen Art (30cm+) passiert das schon bei 4/1000Liter.

2) Die garnelen behindern sich aber auch gegenseitig, bei der sogenannten Reifehäutung die der Paarung voraus geht gibt die weibliche Garnele Pheromone an das Wasser ab die beim Männchen die Paarung einleiten, die verschiedenen Arten behindern sich da bei gegenseitig was zu lasten der weniger weit entwickelten Art, in diesem Fall der Caridina geht.

3) Biene oder Hummel würde ich danach entscheiden was mir besser gefällt, bei der Hummel gibt es halt in dem Sinne keine hochzucht wie bei der Biene, es ist aber wohl eine nahe Verwandte so das Kreuzungen nicht ausgeschlossen werden können, und vom unerfahrenen halter kann man erwarten das da nix gutes bei raus kommt. Neocaridina verschiedener Farben zu vergesellschaften bringt auch meist nix, rot mal weiß wird nicht rosa, und meist auch nicht entweder oder sondern wildfarben, sprich durchsichtig-braun. Ich empfehle Dich für eine Art zu entscheiden, die Dir am besten gefällt und die dann zu besorgen, keine gelegenheits Käufe und dann später was anderes dazu_ so bleibt der spass am Nachwuchs gesichert.

Zur Hochzucht;
Schlussendlich muss man um die Vererbungsleere zu verstehen vielleicht nicht unbedingt Biologie studieren, um sie auf unser Hobby anzuwenden und damit Erfolg zu haben vielleicht aber doch, wie man die perfekte Biene züchtet oder gar die Taiwan wird Dir aber keiner sagen solange sie für das 100 bis 1000 fache der Nominatform gehandelt werden. Wenn Du 100% Taiwanbeenachwuchs haben willst musst Du Dir ein Paar 100% Taiwanbees kaufen. Das habe ich jetzt dem Verständniss halber überspitzt formuliert.

Gruß Bernd
http://sermondi.de

Mein Schiff wird kommen...und ich werde am Flughafen sein.

„So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“ –A. Schopenhauer (1788-1860)

Liese

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6

Sonntag, 15. Mai 2011, 13:13

Hallo, hab diesen interessanten Thread gerade gefunden und gleich ne Frage dazu: welchen speziellen Zimt meinst du, Günne, ich wußte gar nicht, dass es vershciedene Zimtarten gibt :-| :3
Liebe Grüße
Elke :3

Alles Leben sollte geachtet und respektiert werden :3

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