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NiceGuy

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1

Sonntag, 5. Oktober 2008, 09:33

Garnelen sterben nach einem Tag

Hallo!
Ich bin neu hier. Habe mir vor 3 Wochen einen 20 L NanoCube gekauft und gleich eingerichtet. Ich hab ne Wurzel drin. Weiß allerdings nicht genau, ob das Mopani ist. An Pflanzen habe ich Moosbälle, Amazonas-Schwertpflanze, Pfeilkraut und Wasserpest. Von Dennerle habe ich ein Nano Wood drin, das ist eine Wurzel, auf der Javafarn und Zwerg-Speerblatt aufgebunden sind. Außerdem habe ich aus Keramik, diese Crusta-Tubes und ein paar Aquaristik Dekosteine. Der Nährboden und der Garnelenkies war beim Becken dabei.
Vor einer Woche habe ich 2 Raubschnecken eingesetzt, denen es bestens geht. Gestern kaufte ich mir 2 schwarze und 2 rote Bienengarnelen um erstmal zu testen.
Eine der roten wurde, als ich heute Morgen aufgestanden bin, gerade von einer Raubschnecke gefressen. Die andere rote liegt schon verkehrt herum auf dem Boden und zappelt nur noch etwas. Eine der schwarzen macht ganz komische "Sprünge". Gestern, nach dem einsetzen, schwammen alle noch den ganzen Tag total munter im Becken herum.
Das Wasser ließ ich, bevor ich die Garnelen kaufte, beim Händler testen.
Kann es sein, dass es ein Fehler war, die Tiere im Baumarkt (Hornbach) zu kaufen?
Fragen über Fragen, ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.........

Viele Grüße, Christian

Mel

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2

Sonntag, 5. Oktober 2008, 09:55

Hallo Christian,

erst einmal herzlich Willkommen im Forum.

Auf den ersten Blick finde ich jetzt nichts was Du falsch gemacht haben könntest.

Von wo die Garnelen stammen ist erst einmal zweitrangig.

Dein Aquarium hört sich soweit gut an, ist evtl. für einen Aquarienanfänger (bist Du das denn?) etwas klein um die Werte stabil zu halten.
Garnelen reagieren unter Umständen auf die kleinsten Dinge recht empfindlich, die bei einem Standardwassertest nicht erkannt werden.

Wie sieht es z.B. mit Kupfer aus? Was ist z.B. in dem Nährboden?

Alles in allem bleibt letztendlich, daß sogar langjährigen Garnelenhaltern immer mal wieder ein ganzer STamm wegstirbt ohne daß man weiß woher.

Mein erstes 19 l Garnelenbecken war auch überhaupt nicht zu halten damals, ich habe dann erst mal auf 54 L umgestellt. Das hat funktioniert. Jetzt gehe ich aus Platzgründen wieder auf kleinere Becken zurück und es funktioniert auch.

Erster Rat den ich Dir jetzt geben würde wenn die Garnelen eh schon alle tot sind:

Räume das Becken nochmal aus, lass den Nährboden weg und am besten auch auf zu viel Deko verzichten. Möglichst Naturbelassenen Kies oder Sand verwenden. Einlaufzeit gut 4 Wochen.

Viel Glück!

Und lass Dich nicht zu sehr entmutigen. Garnelen sind super schöne und interessante Tiere. Klar jeder Rückschlag vermiest es wieder ein Stück, ging mir auch schon oft so. Ich kann Dir gar nicht sagen wie oft ich schon alle Becken leer pumpen wollte und am liebsten aufhören wollte.

Aber dann macht es doch wieder Spass den Tieren zuzusehen.

Wenn es mit Bienen nicht klappt, dann fang doch mal mit weniger empfinlichen Tieren wie z.B. Red Fire an.

Bei Interesse schicke ich Dir gerne welche gegen Portoübernahme.

Wenn das dann funktioniert traut man sich auch wieder an die empfindlicheren Tiere dran. ;)

Grüße
Melanie

NiceGuy

Garnelenei

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3

Sonntag, 5. Oktober 2008, 10:10

Ja, bin eigentlich absoluter Anfänger. Meine Eltern hatten früher mal eins, ist allerdings schon ne Zeit lang her :-)

Ich werd's mal mit nem gründlichem Wasserwechsel versuchen und dann eventuell gern auf dein Angebot zurückgreifen. Meinst du, die Red Fire sind unempfindlicher?

NiceGuy

Garnelenei

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4

Sonntag, 5. Oktober 2008, 11:45

Ich habe nochmals das Wasser getestet und danach einen Wasserwechsel durchgeführt. Hier die Ergebnisse:
Nitrat: 0-20 mg/l
Nitrit: 0 mg/l
Gesamthärte: 2-5 °d
Karbonathärte: 5-7 °d
ph: 7,0

Mel

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5

Sonntag, 5. Oktober 2008, 12:00

Hallo Christian,

ja die RF sind definitiv unempfindlicher und auch vermehrungsfreudiger.

Deine Werte sind so weit ok (wobei ich mich damit fast gar nicht befasse). Aber der CU Wert wäre noch interessant. Allerdings gehört dieser nicht zum Standardtest und die Tests die für die Aquaristik angeboten sind, sind oft nicht ausreichend. Da Garnelen wohl schon auf minimal Mengen reagieren.

Aber da können Dir bestimmt noch ein paar Spezies was dazu sagen. Mit Wasserchemie hab ich es überhaupt nicht. Bei mir läufts oder eben nicht ;)

Gruß
Melanie

GabySausB

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6

Sonntag, 5. Oktober 2008, 12:36

Hallo, Christian und herzlich willkommen im Forum!

Wir hatten in unserem ersten Becken auch eine Mopani-Wurzel drin und Probleme mit den Garnelen. Dazu gab es aber auch noch andere Faktoren, wie z. B. ein hoher Eisenwert (verursacht durch den Kies, den wir auf Anraten des Fachverkäufers nicht ausgespült hatten), die das Sterben verursacht haben könnten.

Mopani-Wurzeln erkennt man ganz gut daran, dass sie auf der einen Seite erkennbar heller als auf der anderen Seite sind. Dieses konnte man bei unserer Wurzel aber nur im getrockneten Zustand erkennen! Nachdem ich sie als Mopani identifiziert hatte, fristet sie nun ihr Dasein im Schrank.

Wie Melanie Dir schon geraten hat, ist die Ermittlung des Kupfergehalts wichtig. Man soll das Wasser auch immer erstmal einige Zeit aus der Leitung laufen lassen, bevor man es für das Aquarium abzapft.

Könnte natürlich auch sein, dass mit den Pflanzen Pestizide ins Wasser gekommen sind. Da ist der/sind Wasserwechsel sinnvoll.

Wie hast Du die Garnelen denn eingesetzt? Sie brauchen eine sehr sanfte Eingewöhung. Möglichst über einige Stunden, mit immer mal wieder einem kleinen Schluck Aquariumwasser in ihre Tüte bis sich die Menge des "Tütenwassers" zumindestens verdoppelt hat. Zu schnelles Umsetzen verkraften sie nicht.

Eins liegt mir noch zu den Raubschnecken am Herzen: Sie sind Aas- und Fleischfresser und gehen auf Beutezug gegen andere Schnecken. Daher werden sie gern in Becken mit einer Schneckenüberpopulation eingesetzt. Hast Du für sie denn schon ein ausreichendes Nahrungsangebot?

Wir haben auch viel Kummer in der Anfangsphase gehabt - aber nicht aufgeben, es lohnt sich!

Liebe Grüße

Gaby.
Ein Auge für ein Auge macht die ganze Welt blind - Mahatma Gandhi

NiceGuy

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7

Sonntag, 5. Oktober 2008, 13:12

Also ich glaube an der Wurzel liegt es nicht, die sah auch in getrocknetem Zustand von jeder Seite gleich aus.
Beim Einsetzen habe ich mir auch Zeit gelassen, etwa 2 Stunden.
Die Schnecken müssten eigentlich genug zu fressen haben, ich hab schon einige kleinere Schnecken im Becken

Palmendieb

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8

Sonntag, 5. Oktober 2008, 14:20

Hallo Christian,

auch von mir erstmal: Herzlich Willkommen hier im Forum!

2 Stunden zum Eingewöhnen sollten eigentlich ausreichen; daran wird es wohl nicht liegen...
Hast Du Deine Wasserwerte mit so einem Streifentest gemessen? (die sind leider nicht besonders genau...).

Hattest Du die Pflanzen vor dem Einsetzen separat gewässert?

Wenn ich richtig mitgelesen habe, dann ist noch eine Garnele am Leben?
Für dieses Tier drück ich Dir ganz fest die Daumen!
Ich würde evtl. für die nächsten 1-2 Wochen täglich einen Wasserwechsel machen. Sollten die Pflanzen tatsächlich irgendwelche Giftstoffe ans Wasser abgeben, dann beseitigst Du sie damit. Du kannst das Wechselwasser einen Tag vorher im Eimer hinstellen, dann ist es beim Reinschütten schon etwas temperiert.
Anschließend dann noch einmal das Wasser testen (lassen), und erst dann neue Tiere einsetzen...

Ich schließe mich den vorigen Antworten an: lass´ Dich nicht entmutigen!

LG
Birgitt
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Anolis05

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Sonntag, 5. Oktober 2008, 14:51

Hallo Christian,
die Ratschläge die Du bisher bekommen hast sind alle gut und richtig.
Bevor Du Dir jetzt aber teure und dennoch ungenaue Kupfertests usw. besorgst:
Hole Dir eine Portion Wasserflöhe und setze die ins Becken.
Wasserflöhe reagieren äußerst empfindlich auf Schwermetalle und auf praktisch nicht bzw. kaum messbare Pestizide.
Wenn die Wasserflöhe überleben liegt es nicht an den Wasserwerten und Du hast ne Menge Geld gespart.
Vermutlich hast Du den Filter nicht angeimpft bzw. das Becken nicht lange genug einfahren lassen.
Viel Glück.
Heinrich

NiceGuy

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10

Sonntag, 5. Oktober 2008, 15:26

Aha, Wasserflöhe?
Wo gibts denn die? Werd ich dann gleich mal testen.

Übrigens lebt die letzte Nele noch und es scheint ihr gut zu gehen. Sie ist nur sehr ruhig und schwimmt nicht so viel herum wie gestern.

WW wird ab jetzt täglich gemacht.

Ich hoffe, dass dann endlich alles gut geht

Anolis05

Jungkrebs

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11

Sonntag, 5. Oktober 2008, 20:29

Hallo Christian,
Wasserflöhe gibts im Zoohandel.Werden dort als Lebendfutter verkauft.
Gruß
Heinrich

NiceGuy

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12

Montag, 6. Oktober 2008, 07:25

Falls sie es überleben sollten. Wie bekomm ich die wieder aus dem Becken?

Drachenlady79

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13

Montag, 6. Oktober 2008, 07:55

hallo!

ich könnte mir auch gut vorstellen, dass das garnelensterben entweder von düngerrückständen an den flanzen oder vielleicht von metallischen einschlüssen in den steinen kommen könnte.
von garnelensterben nach benutzung des dennerle bodengrundes habe ich jetzt noch nichts gehört, sollte ja eigentlich alles auf garnelen zugemünzt sein was bei den nano-cubes bei ist
Liebe Gr

Anolis05

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14

Montag, 6. Oktober 2008, 10:44

Hallo,
warum raus?
Laß sie drin und Du hast nen Dauerindikator.
Wenn Einzelnen sterben sind die Futter für die Garnelen und Schnecken.
Gruß
Heinrich

Compl3Xity

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15

Montag, 6. Oktober 2008, 14:14

Hallo Christian,

auch ein herzliches Willkommen von mir an dieser Stelle.

Zu aller erst möchte ich hier mal für ein bisschen Klarheit sorgen:

a) Der Bodengrund (der beim NanoCube dabei ist) ist völlig unbedenklich für Garnelen, ich selbst habe mehrere NanoCubes laufen und auch in der Bekanntschaft laufen eine Menge.
b) eine Kupfer-Vergiftung kannst du daran erkennen, dass sich die toten Tiere orangefarben bis gelbfarben verfärben. Bei einer Kupfer-Vergiftung würden die Tiere jedoch innerhalb kürzester Zeit (1-2 Stunden) sterben.
c) An deiner Wurzel kann es nicht liegen, da es (wie beschrieben) keine Mopani ist und soweit mir bekannt bis jetzt auch keinerlei andere bestätigte Aussagen über schädliche Wurzeln gibt. Wahrscheinlich hast du eine Yati-Wurzel drin (Mangrove).

Deine WW sind alle in Ordnung, sogar im Optimalbereich!

Deine Beschreibung nach dem Einsetzen (zuckten herum, schwammen komisch herum) deutet auf eine Vergiftung hin. Wenn du beobachten konntest, dass die Tiere nach oben schwommen und sich dann rückwärts fallen ließen, so liegt eindeutig eine Vergiftung vor.

Du sagtest dein Becken läuft seit 2-3 Wochen, wann hast du die Pflanzen eingesetzt? An der Deko sollte es nicht liegen. Wasserpflanzen (inbesondere aus Zoohandlungen + Baumärkte [Hornbach]) sollten mindestens 3 Tage gewässert werden. In den großen Becken im Baumarkt liegen 100 Pflanzen drinne, die von den Herstellern intensiv gedüngt und mit Pestiziden besprüht werden, damit sie schneller und ohne Schädlingsbefall wachsen. Diese Stoffe sind tödlich für Garnelen.

Das nächste Mal solltest du deine Pflanzen ausreichend wässern. Du kannst auch ein Kohlefilter-Element in den mit den zu wässernden Pflanzen gefüllten Eimer hinzugeben. Wie oft ist denn ein Wasserwechsel in der Einlaufzeit erfolgt?

Liebe Grüße
Daniel

NiceGuy

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Montag, 6. Oktober 2008, 17:50

@ Daniel: Danke für das Willkommen :-)

Die Verfärbung nach einer Kupfervergiftung macht mich etwas stutzig. Die letzte Garnele lag heute Morgen tot im Becken. Das war ne schwarze biene, sie war dann allerdings ganz leicht rötlich gefärbt an den schwarzen Stellen. Die Garnele war da allerdings schon ca. 30 Stunden im Becken.

Ich hab bisher eigentlich auch gedacht, dass es am wahrscheinlichsten ist, dass ich die Pflanzen nicht ausreichend gewässert habe.

Während der Einlaufzeit habe ich ca. alle 3 Tage nen WW gemacht.

Mel

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17

Montag, 6. Oktober 2008, 19:03

Ähm, alle toten Garnelen sind am Ende Orange!

Sind sie ja auch wenn sie gekocht auf dem Brötchen liegen.

Das hat also mit einer Kupfervergiftung rein gar nichts zu tun.

Gruß
Melanie

Compl3Xity

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Montag, 6. Oktober 2008, 19:07

Sehr dubios. Das mit dem Wasserwechsel ist in Ordnung, die ersten 2 Wochen jeweils am 3ten Tag und ausreichend düngen. Nach 2-3 Wochen dann langsam deinen Rhytmus reinkriegen (alle 5-7 Tage 25-50%).

Und ich bin kein Profi, soviel vorne weg, aber das sich Pflanzenpestizide solange halten können, daran zweifle ich doch sehr. Wohnst du in einem älteren Haus, wo Kupferleitungen der Verursacher sein könnte?

Mal an alle anderen: Wie wirkt sich Kupfer auf die genannten Schnecken aus?

LG

Compl3Xity

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19

Montag, 6. Oktober 2008, 19:10

@ Mel:

Zitat

Nach einer Kupfer-Vergiftung ist eine intensive orange- bis rotfarbige Verfärbung der verendeten Tiere festzustellen


Meine bislang gestorbenen Tiere wurden niemals rot .. Wenn man Garnelen erhitzt werden sie rot (wie du geschrieben hast), ist ja logisch. Kauf dir doch mal gefrorene Garnelen, wirst sehen, dass deren "Fleisch" fast durchsichtig ist und beim Erhitzen rot/rosa wird. Meine waren immer sehr "milchig", jedoch nie rot/orange.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Compl3Xity« (6. Oktober 2008, 19:12)


20

Montag, 6. Oktober 2008, 19:36

Zitat

Original von Compl3Xity
Sehr dubios. Das mit dem Wasserwechsel ist in Ordnung, die ersten 2 Wochen jeweils am 3ten Tag und ausreichend düngen. Nach 2-3 Wochen dann langsam deinen Rhytmus reinkriegen (alle 5-7 Tage 25-50%).

LG


Hallo,

was meinst du damit? Wen oder was düngst du womit?