Halli Hallo,
gestatten das ich mich vorstelle? Bin Melanie, 23 Jahre alt und komme aus der Südpfalz. Ich nenne derzeit 39 Aquarien mein eigen von denen 25 mit Luftheber betrieben werden und der Rest techniklos. Als ich vor etwa 2 Jahren meine L134 erwarb zogen auch bei mir die ersten Garnelen ein. Seit dem wurden es aber immer mehr Garnelen und Becken so dass ich momentan auf 22 Arten/Zuchtformen komme. Seit 1,5 Jahren
bin ich nun auch auf den Krebs gekommen und halte 4 Arten Cambarellus und 3 Cherax Irian Jaya. Natürlich jede Art für sich

Weitere Cambarellus-Arten sind aber auch schon in Planung.
Nachdem die Zucht sämtlicher Neocaridina-Arten bei mir reibungslos klappte, biss ich mir an den Crystal Red sowie auch den normalen Bienen lange Zeit die Zähne aus. Bei den Crystal Red kam nie ein Baby durch und die normalen Bienen brachten vereinzelt mal einige die auch dann sehr alt wurden. Lange Zeit wurde probiert und alles versucht. Ich hielt die Tiere sowohl techniklos als auch mit Filter und habe dabei sämtliche Filtermethoden durchpropiert. Dann folgten Beckengrößen-Versuche, Pflanzen-Versuche und es brachte dennoch nix. Auch neue Tiere brachten keinen Erfolg. Mein Entschluss stand also schon fast fest. Nie wieder sollten Bienengarnelen bei mir einziehen. Stattdessen widmete ich mich den Tigern. Zu diesem Zweck fuhr ich die 200km nach Frankfurt hoch um bei der Krebsfee einzukaufen. Dieser Besuch brachte meine Entscheidung mit den Bienen aber gehörig ins Wanken als ich die wundervollen Tiere einmal live bestaunen durfte und durch einen glücklichen Zufall fand ich mich ein paar Stunden später im Auto wieder. Im Gepäck befanden sich: 3 Blaue Tiger, 10 Orange Eye, 10 Crystal Red und 24 rote und schwarze Bienen.
Zu Hause angekommen habe ich die erstmal ganz in Ruhe eingewöhnt. Da auch schon einige trugen war ich schon sehr gespannt. Tatsächlich kamen aus den ersten 4 Würfen 8 Jungtiere mit dem Leben davon. Danach folgten ungezählte Würfe wo leider kein einziges Tier durchkam. Bei den Crystal Red erging es mir ähnlich und wieder wurde alles probiert. Erstaunlicherweise gab es aber Unterschiede. Während bei den Bienen auch imemr mal wieder ein größeres Tier umfiel, passierte bei den Crystal Reds das gar nicht. Ich griff also in Folge auf teueres Spezialfutter, ausgeprägte häufige Wasserwechsel und konstante Temperaturen zurück, aber nichts half. In einm Gespräch mit Ulf Gottschalk fiel dann das Wort Kohlefilter und das er danach keine Probleme mehr gehabt habe. Natürlich muss so eine teure Anschaffung wohl überlegt sein und nachdem ich mich sehr genau informiert und belesen habe startete ich einen neuen Versuch. Diesmal wurde ein 12Ltr. Becken aufgetellt und überschtlich eingerichtet. Das Wasser kam allerdings diesmal nicht drekt aus der Leitung sondern wurde über Nacht in einem 10Ltr. Eimer erst einmal über Kohle Gefiltert (Innenfilter mit Kohlefiltermedium) In dieses Wasser siedelte ich 2 tragende Garnelen um incl. etwas Gesellschaft. Es vergingen nur ein paar Tage bis ich die ersten Minis zu Gesicht bekam. Auf den ersten Blick etwa 20 Jungtiere. 3 Tage später entlies auch Nr. 2 die Kleinen. Ich war mir demnach nie ganz sicher ob die ersten Jungen überlebt hatten. Als nach gut 6 Tagen immernoch Kleine zu finden waren und ich beim Zählen immer um 25/26 Tiere registrierte habe ich das große Becken kurzerhand umgekrempelt. Die Alttiere in einer Georgsbox zwischengelagert und das komplette Becken geräumt. Da ich aber keine Lust hatte mich mit den Eimer abzurackern hab ich es aus der Leitung gefüllt und dann über 12h mit einem Kohlefilter umgewälzt. Erst danach zogen die Alttiere zurück. In den nächsten Stunden beobachtete ich die Sache sehr genau und die Tiere gewannen an Vitalität und Farbe. Da ich als Boden nun weisen Sand hatte, rechnete ich damit das sie etwas blasser werden würden als zuvor... ABER weit gefehlt. Ihre Leuchtenden Farben sieht man jetzt sogar von weitem schon. Nachdem nun immernoch im kleinen Becken mindstens 20 Jungtiere sassen und der Nitritanstieg zu erwarten war, habe ich die komplette Bande umgesiedelt zu den Elterntieren. Bei dieser Gelegenheit konnte ich sie auch zählen und es sind insgesamt 12 rote und 22 schwarze Minis. Da sie etwas unterschiedlich groß sind denke ich das es beide Würfe noch gibt. Den Umzug überstanden alle ganz problemlos und jetzt wo sie inzwischen schon 12 und 9 Tage alt sind erobern sie schwimmend und krabbelnd das komplette Becken. Ich möchte noch nicht jubelnd von einem Durchbruch sprechen. Dafür ist es sicherlich noch viel zu früh. Es sieht aber sehr gut aus und wenn davon auch nur die Hälfte durchkommt es wäre ein riesen Erfolg.
Das man manchmal auf das Neheliegenste nicht kommt ist mir durchaus bewusst, aber das Wasser hab ich bisher immer ausgeschlossen. Nachdem sich aber bei mir am Wochenende nach einem großen Wasserwechsel dann alle Garnelenstämme auf einmal dem Tode Näher befanden als dem Leben war ich froh das mit der Kohle schon zu wissen. Geistesgegenwärtig wuren alle Tiere rausgeholt und in altem Wasser aus meinen Welsbecken zwischengeparkt sämtliche Becken komplett geleert und mit gefiltertem Wasser gefüllt. Den Tieren ging es schon im Welswasser schlagartig besser und es gab zum Glück fast keine Verluste. Nach dem es allen wieder gut ging und die Becken hergerichtet waren zogen sie zurück. Auch diesen Tieren sieht man das Wohlbefindne nun förmlich an. Nach dem ich dann den Schock verdaut hatte und erleichtert war so schnellr eagiert zu haben, wandte ich mich an den Versorger. Eine E-Mail von denen ergab dann auch was ich schon geahnt habe. Es wird Chlor beigemischt um Bakterien zu töten. Das ist an sich ja generell so aber die haben die Konzentration aufgrund starken Bakterienaufkommens gesteigert und somit habe ich meine Garnelen am Wochenende beim Wasserwechsel das pure Gift verabreicht. Ich hatte ja schon den Verdacht das es im Wasser nicht stimmt aber den "Chlorgerucht" tat mein Mann als Unsinn ab und ch glaubte ihm das also. Man kann sich ja auch irren... Um solche Schocks in Zukunft zu vermeiden steht die Anschuffung eine Carbonit-Filter für das das Leitungswasser nun ganz oben auf der Einkaufsliste.
Zeitgleich mit dem gefilterten Wasser begann ich mit der Zugabe von Koi Magic Mineral in dem Versuch-Bienenbecken. Nach dem Schock am Wochenende verabreichte ich das dann jedoch recht großzügig an alle. Ich vermute die Kombination von gefiltertem, sauberem Wasser und die Zugabe von Mineralien über dieses Pulver könnte mich einen großen Schritt weiterbringen. Ob es aber von Dauer ist und sich der Nachwuchs nun konstant hält und auch die Anzahl der Tiere stetig steigt wird wohl nur die Zeit zeigen.
Da aber so viele Leute Probleme haben mit den Bienen und Crystal Red, wollte ich Euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Machmal sind es die einfachsten und dümmsten Ursachen auf die kein Mensch kommt. Ich werde also in eine Paar Wochen hier nochmal weiter berichten wie es läuft bei den Bienen.