Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mixi« (6. Oktober 2007, 06:27)
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Original von CPO
Interessant. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich mit Cambarus oder Orconectes grosse Erfahrungen habe, würde aber nicht alle diese Arten vergleichen wollen. Grade die Gattung Cambarus bringt doch auch eine Menge Burrowers hervor, deren Platzbedarf sich doch z.T. sehr von den Nicht-Gräbern unterscheidet.
Bei den Manningis habe ich erfahren, dass diese zwar in Gegenwart eines paarungsbereiten Weibchens gern mal bis zum Tod bekämpfen, aber im Aquarium habe ich sie schon (nach Geschlechtern getrennt) in einer Dichte sitzen gesehen, bei der ich ein 60er aus ausreichend erachten würde (wenigstens beim Manningi), wenn ich die Grundfläche herunterechne. Ausreichend Versteckmöglichkeiten natürlich vorausgesetzt, das ist aber bei jedem Krebs der Fall.
Was die von Dir angesprochene Häutung angeht, bin ich mal gespannt, wie sich das hier entwickelt. Wieviele und welche Tiere hattest Du denn sitzen, dass es zu übergriffen gekommen ist?
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hartmut« (5. Oktober 2007, 12:56)

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Original von CPO
Ah, OK
Diese Übergriffe resultieren aber doch eher aus einem zufälligen Aufeinandertreffen, oder?
Klar, bei einem 60er ist das Risiko, dass ein Butterkrebs und eine 'Normaler' sich treffen schon grösser, wie bei einem grösseren Aquarium, aber ist es in einem 80er oder einem 100er denn soviel geringer bzw. sollten sich frisch gehäutete Krebse nicht normalerweise eh zurückziehen?
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Original von Hartmut
Hallo Hauke, Hallo Andy,
für mich stellt sich gerade diese Thematik viel komplexer dar. Es muss noch mehr und vor allem entscheidendere Faktoren geben als "nur" die Fläche, die zur Verfügung steht. Bei allen Krebsarten (Cambarus, Procambarus, Cherax) habe ich erlebt, daß Häutungen völlig unbeachtet von den anderen über die Bühne gingen, egal, wieviel Platz vorhanden war. Auf der anderen Seite kam es selbst in größen Becken (2 x 1 m) zur blitzartigen Übergriffen. Auch eine 2-wöchige Einzelhaft konnte nicht verhindern, daß vor allem Weibchen danach nieder gemacht wurden.
Aufgefallen ist mir vor allem:
1) Bei den Todesfällen der letzten Monate war fast immer ein oder zwei Tage zuvor proteinhaltiges Fertigfutter (Tips oder Granulat) gefüttert worden.
2) Je ausgeprägter die Fütterung mit Laub war umso geringer waren die Ausfallraten bei Häutungen.
Fütterung mit Laub sowie ansonsten sparsame Fütterung mit anderen vegetarischen Dingen wird wahrscheinlich dazu beitragen daß die Häutungszyklen zeitlich sauber ablaufen, während proteinreiches Futter den Zyklus beschleunigt. Das läßt die Vermutung zu, daß zu früh eingeleitete Häutungen von den anderen Krebse irgendwie erkannt werden können (vielleicht auch Häutungen, die Probleme machen) und sie deshalb auf den Butterkrebs losgehen.
Ich konnte meine Ausfallrate vor allem durch 2 Maßnahmen reduzieren: Überwiegend vegetarische Kost, vor allem Laub. Tabs, Tips und Granulat nur an Jungtiere oder bei "Einzelhaft".
Darauf achten, daß es nicht zu stressbedingten Häutungen kommt. (Besatzdichte, Wasserwechsel)
Soweit zu meinen Erfahrungen. Die Lösung, die man über alles stülpen könnte, habe aber auch ich nicht.
Noch eine Anmerkung zu Cambarus wie manningi, halli, howardi, rusticiformis und Co.
Zumindest für erwachsene Tiere sollte man sicher stellen können, daß die Temperaturen nicht für längere Zeit über 22° C steigen. Sie brauchen extrem sauerstoffreiches Wasser, was selbst bei bester Belüftung nun mal bei höheren Temperaturen physikalisch nicht machbar ist.
Nach meinen Erfahrungen sind Orconectes da nicht so sensibel, obwohl man es auch bei denen nicht übertreiben sollte.

Zitat
Häutungen sind ein sehr komplexer Vorgang, der nicht durch kalte Wasserwechsel o.ä. beschleunigt werden kann o.ä. Lediglich der letzte Moment im Bereich von Stunden ist hierdurch evtl beeinflussbar.
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Dass sich Tiere, die man neu bekommt oft zu einem Teil häuten sieht man, klar.
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Allerdings wirst du im Sommer auch 100 adulte Orconectes oder Cambarus umsetzen können, ohne dass sich ein einziger häutet. Die halb/jährliche Häutung steht halt erst im Herbst oder/ und Frühjahr an.
Zitat
... am nächsten Tag gab es in beiden Becken jeweils mehrere Exuvien. Was war der Auslöser? Das Wasser, die neue Umgebung, wieder Licht nach 6 Tagen Dunkelheit? Ich weiß es nicht, aber es legt gewisse Vermutungen nahe.
