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Edler-Krebs

Baby-Garnele

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1

Donnerstag, 12. April 2007, 18:34

Projekt Edelkrebsen helfen !?!

Hiho!
Ich habe seit einiger Zeit erfahren das es in unserem See, der direkt an meinem Gartenzaun liegt Edelkrebse gibt ||
Eine Sensation wie ich finde, da sie in Teilen sogar mit amerikanischen im gleichen wasser leben....
Der Bestand ist recht dicht, es sind einige sehr grosse Exemplare dabei aber auch kleine Babys und Sömmerlinge vom letzzten Jahr :)
Der Bestand wurde dort nie kartiert und künstlich angesiedelt, laut Umweltbehörde und Nabu gibt es ihn gar nicht!
Es ist ein natürlicher Edelkrebsbestand, der dort vermutlich seid hunderten von Jahren existiert !
Ich habe hier mal ein paar Bilder von dem Gewässer (ihr werdet verstehen das ich den Namen der 2. Gewässer nicht nennen werde), das mir persönlich noch nicht ganz Edelkrebs-ideal erscheint aber dazu später mehr! :>)
Ersteinmal möchte ich evtl in Zusammenarbeit mit den hiesigen Fischern, (die nichteinmal wussten das es sich um Edelkrebse handelt (sie dachten es seien Signalkrebse) und boten sie sogar im Lokal an ?( ) grob Kartieren inwiefern der Bestand stromabwärts wie auch Stromaufwärts weiter verläuft!
Eure Tips sind gefragt... Wie Kartiert man solch ein Gewässer am betsen? Gibt es da Vorlagen oder ähnliches?!
Hier ein paar Bilder des Ausflusses aus dem See. Der See hat einen relativ breiten Einfluss der sehr starkk verschlammt ist, allerdings einen relativ schmalen Abfluss , sodass das Wasser dort schneller fliesst und sich kein Sediment abesetzt :) was ein Glück für die Krebschen!
http://250kb.de/u/070412/j/898eac13.jpg

Das ist der Fluss ca 20 m nach dem direkten Ausfluss aus dem See.

Hier ein Bild des Sees insgesamt:
(Leider ist der see extrem verschlammt und nicht tiefer als 3 m, ca 1 m würde man einsacken)

http://250kb.de/u/070412/j/1b06828e.jpg

Dieses Ufer ist sehr gut strukturiert (Wurzeln) es liegt an einem Privatgrundstück

http://250kb.de/u/070412/j/4a225910.jpg

Hier habe ich schon etwas nachgeholfen! Steine aufgetürmt und so ideale Vertseckplätze geschaffen

http://250kb.de/u/070412/j/0733e639.jpg

Hier eine sehr dicht Edelkrebs besiedlete Stelle ( direkt darüber das noch entschärfte Fischwehr.... Leider konnte ich den Fischer noch nicht so ganz überzeugen die gefangenen krebse nicht für sein Lokal zu verwenden ?(

http://250kb.de/u/070412/j/ceddfebe.jpg

Nun möchte ich diesen Flussabschnitt für die Edelkrebse noch wohnlicher machen. ich hätte da an so eine Art Renaturierung gedacht, also STeinhaufen Tonröhren etc. Nun hoffe ich auf eure Mithilfe, nicht gerade praktisch =)sondern eher theoretisch, wie man so ein relativ kahles Ufer edelkrebsfreundlich gestalten kann.
ich hoffe auf reichlich Antworten :>)
Grüße, Manes!

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Edler-Krebs

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2

Donnerstag, 12. April 2007, 18:40

Achso:

Damit ihr nicht an der echtheit der Krebse zweifelt hier ein paar Bilder!
:>)

http://250kb.de/u/070412/j/2c1d55fa.jpg

http://250kb.de/u/070412/j/d48c466b.jpg

http://250kb.de/u/070412/j/4c339921.jpg

Leider sind die Bilder etwas unscharf und haben starke Reflektionen!
(Es hndelt sich aber 100% nicht um Signalkrebse!Vom Profi überprüft)
Grüße, Manes!

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JensKeicher

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3

Donnerstag, 12. April 2007, 18:53

Hey,
das es sich nicht um Signalkrebse handelt ist schwer zu übersehen ;)
Nun gut, du meintest es gibt dort hohe Edelkrebsbestände. Findest du es dann sinnvoll zwar nützliche Wohnmöglichkeiten, allerdings doch fremde Objekte in dem See zu versenken? Wenn die Edelkrebse sich schon solange in hoher Zahl gehalten haben, werden sie das auch noch länger tun, wenn keiner auf die dumme Idee kommt dort amerikanische Krebse auszusetzen.
Wenn du möchtest, kannst du mich gerne mal per PN kontaktieren.
Grüße aus Heilbronn,
Jens Keicher
Hasta luego,
Jens

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Edler-Krebs

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4

Donnerstag, 12. April 2007, 19:42

Hi Jens.
Also so genau weiss ich es nicht ob der Bestand so hoch ist. möchte ich ja herausfinden.
Die Uferzonen dieses Flusses sehen aber recht katg aus und in der Mitte sind auch keine Versteckmöglichkeiten. Eng genommen nutzen die astacus nur eine uferseite des flusses ( die mit den wurzeln) die andere könnte man ja noch 'renaturieren' ich denke es würde dem bestand nur gut tun, vor allem den Jungkrebsen, die doch recht schutzlos in diesem Gewässer sind ...
P.S: Habe mich heute aber mal grad sehr gewundert, als ich einen BLAUEN krebs entdeckt habe . der sah aus wie ein blauer Florida krebs bloss noch mit tieferem blau. gibt es denn blaue edelkrebse??? oder handelt es sich hier um eine andere art
Grüße, Manes!

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JensKeicher

Jungkrebs

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5

Donnerstag, 12. April 2007, 19:49

Hey,
kurz und knapp, ja es gibt blaue Edelkrebse!
Grüße aus Heilbronn,
Jens Keicher

[IMG]http://pfranzek.whv-web.de/wirbellose/jgs_galerie_bild.php?bildid=647&type=jpg&sid=[/IMG]
Hasta luego,
Jens

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Edler-Krebs

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6

Donnerstag, 12. April 2007, 20:26

WOW, der auf deinem Foto sieht ja bildhübsch aus :-)
Grüße, Manes!

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7

Freitag, 13. April 2007, 13:22

Hallo *denk Dir hier deinen Vornamen*,

bevor Du an dem Gewässer herumspielen willst kläre bitte jede (!) Aktion vorher mit der Naturschutz- und der Fischereibehörde ab. Es gibt sehr viele Beispiele von "Verschlimmbesserungen" daher mach Nichts auf eigene Faust und ohne Beratung (lass den Bestand von Fachleuten anschauen - ein Aquarianerforum kann Dir dabei nur wenig Hilfestellung geben!)

Was den Fang + Vermarktung angeht:
kein Problem solange Schonzeit und - maße eingehalten werden. Edelkrebse waren jahrhundertelang wesentlicher Bestandteil der Binnenfischerei und gegen eine Befischung einer intakten, selbst tragenden Population ist Nichts einzuwenden.

einige interssante Infos für Dich:
http://www.bayern.de/lfw/service/download/krebs.pdf
(ich weiß nicht aus welchen BL Du kommst....)

was die Kartierung angeht:
Geh nachts die Ufer mit Taschenlampen ab ! Dreh vorsichtig Steine um und schau auch nach Häutungen.
Alles Andere (z.B. Populationsdichte-Bestimmung usw) ist sehr aufwändig und nicht nebenbei zu machen... ;)
Buenos dias,
Chris

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8

Freitag, 13. April 2007, 20:24

Hi Chris!
Ich gedenke keinesfalls den kompletten ''Fluss umzugraben'' aber gegen ein paar eingebrachte Tonröhren an einem Uferabschnitt ,müsste doch nichts einzuwenden sein?!

Zitat

Alles Andere (z.B. Populationsdichte-Bestimmung usw) ist sehr aufwändig und nicht nebenbei zu machen...

das weiss ich... nur es wäre sehr hilfreich, wenn du mir infos zukommen lassen wuerdest, wie so etwas geht, denn zurzeit habe ich sehr viel zeit und guten willen ...und ganz unwissend in dem gebiet wirbellose in heimischen binnengewässern bin ich auch nicht ;)
Gruesse aus Shcleswig-Holstein, Marian S.
Grüße, Manes!

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9

Freitag, 13. April 2007, 20:42

Hallo Marian.

Sehr interessant und schön zu Wissen, dass es auch Astacusbestände in Schleswig Holstein gibt. Hier in der Region (nordwest Niedersachsen) ist lt. einem Bericht in einer Anglerzeitung vor gar nicht allzulanger Zeit auch ein Edelkrebs einem Angler an den Haken geraten. Bleibt zu hoffen, dass sich die Bestände erholen.

Du sagtest in dem selben See leben auch Amis? In der selben Region des Sees? Welche Amis sind es denn? Clarkiis, Immunis oder Limosus?

Ach ja, wär nett, wenn Du Dich hier mal vorstellen würdest. Ist immer netter, wenn man weiss, mit wem man sich austauscht und wir sind Alle hier sehr neugierig. ;)
Gruss
Hauke

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10

Freitag, 13. April 2007, 20:56

hi

mal ne andere frage wie sehen denn die amikrebse aus die hier eingewandert sind??
weil mein dad in seinem teich sehr viele krebse hat würd mich das gerne mal intressieren auch wenn es jetzt abweichend vom thema ist

lg iris

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11

Freitag, 13. April 2007, 21:08

@ Iris:

here you go:
http://www.forum-flusskrebse.org/

oben "Flusskrebse" auswählen, dann kommt Alles was Du brauchst....

@ Marian:

was würdest Du denn gerne machen ?
eine Bestandskartierung (d.h. Flächenausdehnung) ist vorerst sicher das sinnvollste.
Populationsanlysen, Bestandsdichte u.ä. funktionieren im Wesentlichen über "mark-recapture" Ansätze, d.h. Tiere müssen gefangen, vermessen und markiert werden. Sowas ist ohne Erlaubnis von Naturschutz- und Fischereibehörden nicht machbar - vom Arbeitsaufwand ganz zu schweigen. Wenn´s Dich dennoch interessiert melde Dich bitte per PN !
Buenos dias,
Chris

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12

Freitag, 13. April 2007, 21:12

Hallo.

Procambarus Clarkii,

Orconectes Immunis

und

Orconectes Limosus.

Ich denke das sind die üblichen Verdächtigen. Zur Bestimmung bei Krebsen sollte man nicht nach Aussehen gehen. Hier ein Hilfe zum Bestimmen.

EDIT: Ups, Chris war schneller ;)
Gruss
Hauke

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iris

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13

Freitag, 13. April 2007, 21:26

hi ihr beiden

danke nu bin ich wieder etwas schlauer.und weiß das es einwanderer sind.


lg iris

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14

Freitag, 13. April 2007, 21:46

Hey,

verrätst Du uns auch welche ? ;)
Buenos dias,
Chris

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iris

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15

Freitag, 13. April 2007, 21:58

hi chris

denke es sind die orconectes limosus.
den clerax würd ich auch so erkennen wegen der roten punkte und beim immunis da er recht hell ist was ja auch nichts zusagen hat aber da ich vorgestern erst einen an der angel hatte beim nachtangeln tippe ich zu 95 % auf den dritten da der auch rote punkte an den scherenenden hatte und recht dunkel war .
aber werd mich die tage nochmal nachts mit einer taschenlampe bewaffnen und versuchen einen zufinden und in nen eimer tun und dann ein bildchen zumachen

lg iris

schneckli

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16

Freitag, 13. April 2007, 22:54

Glückwunsch zu Deiner exquisiten Wohnlage an einem schönen Naturschutzgebiet meiner Heimatstadt!

Zitat

Original von Edler-Krebs
Der Bestand wurde dort nie kartiert und künstlich angesiedelt, laut Umweltbehörde und Nabu gibt es ihn gar nicht!
Es ist ein natürlicher Edelkrebsbestand, der dort vermutlich seid hunderten von Jahren existiert!


Das der Bestand dort natürlich ist, kann schon sein, muß aber nicht zwangsweise so sein. Aktuell gibt es an Deinem Wohnort leider keine kompetenten Leute mehr beim Nabu und erst Recht nicht im Umweltamt. Frag mal beim Landesamt für Natur und Umwelt in Flintbek nach. Vielleicht haben die dort in ihren Archiven noch Bestandserhebungen aus der Zeit, als es Naturschutzgebiet wurde.
So nahe der Großstadt ist es übrigens unmöglich zu sagen, welcher Bestand autochton ist und welcher nicht. So gibt es z.B. überall im Stadtgebiet verteilt etliche Standorte mit verschiedenen Orchdeen - aber nach jahrzehntelangem Verstreuen von Saatgut durch diverse Personen weiß keiner mehr ob überhaupt noch einer natürlichen Ursprungs dabei ist. Ähnliche Aktivitäten haben auch Amphibien zu eigenartigem Verbreitungsmuster verholfen und mich würds wundern, wenn nicht mal jemand mitm Eimer Flussies herumgelaufen wäre.

Konkret für das hübsche Naturschutzgebiet würde ich persönlich gar keine von Dir angedachten Aktivitäten als wünschenswert erachten. Es gibt dort z.B. einige Wasserschneckenarten, die in Schleswig-Holstein als stark gefährtet gelten (in D. als vom Aussterben bedroht). Außerdem ist die Gefahr groß, daß Du versehentlich bei Umstrukturierungsmaßnahmen im Bett des Flüßchens die gem. Artenschutzverordnung besonders geschützten Großmuscheln beschädigst. Da -wie Du schreibst- die Bestände ganz ordentlich sind, gibt es auch überhaupt keinen Handlungsbedarf für irgendwelchen Aktionismus. Du brauchst Dir auch keine Sorgen machen, daß sich dort die Wasserqualität verschlechtern könnte. Im Gegenteil: In den letzten Jahrzehnten ist die Gewässergüte deutlich verbessert worden. Die Gewässer sind dort übrigens von Natur aus eutroph - der Zufluß zum See bildet seit der letzten Eiszeit sein schlammiges Mini-Delta im Erlenbruch.

MfG,
schneckli