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Aqua-Terrarium.de

esti

Garnelenei

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1

Mittwoch, 1. November 2006, 13:42

warum nicht 2 krebsarten?

hallo
mir wurde schon öfter mitgeteilt das man nicht zwie verschiedene
krebarten vergesellschften soll nun meine frage warum nicht?
Wenn sie friedlich sind müssten sie doch gut miteinender auskommen
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!! :D

CPO

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2

Mittwoch, 1. November 2006, 14:19

Hallo.

Man sollte nicht, weil...

1. Krebspest
-bei Amerikaner/Mexikanern <--> Europäern/Australiern/Neuguineas

2. Größenverhältnis
-bei Cambarellus <--> Procambarus

3. Selbst wenn diese Risiken ausgeschlossen sind, kommunizieren artfremde Krebse nicht korrekt miteinander.

Es mag bei einigen Krebsen durchaus funktionieren, aber selbst wenn eine Art Syntop mit einer Anderen lebt (ich glaube das kommt bei Hobbseus und Procambarus vor...?), wird eine Art oft verdrängt oder gar als Futter angesehen.

Deshalb....

Lieber ein Artbecken, um alle Facetten des Verhaltens beobachten zu können.

Ich möchte dennoch nicht unterschlagen, dass eine Haltung verschiedener Krebsarten durchaus praktiziert wird und scheinbar auch funktioniert (sogar bei Krebspestüberträgern und -anfälligen). Ich würde es dennoch nicht tun.
Gruss
Hauke

"Give a man a fish, and you feed him for a day. Teach a man to fish, and you feed him for a lifetime."

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Garnelenei

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3

Mittwoch, 1. November 2006, 14:33

danke für für die antwort also eine vergesellschftung
sollte man eher den profis überlassen
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!! :D

CPO

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4

Mittwoch, 1. November 2006, 14:39

...so wollte ich das ich verstanden haben...ich glaube die Profis stellen sich so eine Frage gar nicht und tun es einfach nicht ;)
Gruss
Hauke

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5

Mittwoch, 1. November 2006, 15:46

Zitat

Original von CPO

3. Selbst wenn diese Risiken ausgeschlossen sind, kommunizieren artfremde Krebse nicht korrekt miteinander.
.


Das ist mit der Hauptgrund...
Der dadurch entstehende Stress für die Tiere entspricht in keinster Weise einer artgerechten Pflege.

Wenn man Dich mit einem Gorilla in einen Käfig sperrt würdest Du auch nicht happy sein ;) ... und nicht lange leben
Buenos dias,
Chris

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Lutz

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6

Mittwoch, 1. November 2006, 20:05

Hi

also mir erschließt es sich eigentlich nicht, warum in einem entspechend größen Aquarium man keine verschiedene Arten von Krebsen vergesellschaften kann.

Mit den gleichen Begründungen wie hier dürfte man auch keine zwei Fischarten miteinander vergesellschaften.

Fazit: Natürlich geht das. Letztendlich ist es egal, ob das frisch-gehäutete Cambarus-Weibchen von ihrem Männchen oder von einem Orconectes gefressen wird.

Entweder die Beckengröße und Einrichtung stimmt, oder man kann auch keine zwei Tiere einer Art zusammenhalten.
--------------
Gru

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lutz« (1. November 2006, 20:06)


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7

Mittwoch, 1. November 2006, 20:41

Hallo Lutz,

auf das "Aba bei Fischen geht das doch auch" - Argument habe ich gerade noch gewartet...

Der feine, aber kleine Unterschied besteht darin, dass Flusskrebse innerartliche Dominazhierarchien (Rangfolgen) ausbilden. Der Mechanismus dazu sind Kämpfe (anders als bei Fischen, die zwar vielleicht drohen, drücken und rempeln, aber nur sehr selten "ernst" machen..).
Ist einmal eine Rangfolge `ausgerauft´, wird der Status einzelner Individuen über chemische Signale vermittelt (`Smell of success and failure´). Ernste Kämpfe werden dann vermieden.
Das Ganze funtioniert aber wohl nur inneratlich, d.h. zwischen Individuen verschiedener Arten bildet sich keine stabile Rangfolge; die Häufigkeit von Kämpfen bleibt konstant hoch....

Und dann noch eine Frage direkt an Dich:
Auf wieviele Jahre erfolgreicher Flusskrebshaltung stützt Du dein "Natürlich geht das" ?
Buenos dias,
Chris

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OceanMan

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8

Mittwoch, 1. November 2006, 23:27

Zitat

Original von Tongue of Seed

Zitat

Original von CPO

3. Selbst wenn diese Risiken ausgeschlossen sind, kommunizieren artfremde Krebse nicht korrekt miteinander.
.


Das ist mit der Hauptgrund...
Der dadurch entstehende Stress für die Tiere entspricht in keinster Weise einer artgerechten Pflege.

Wenn man Dich mit einem Gorilla in einen Käfig sperrt würdest Du auch nicht happy sein ;) ... und nicht lange leben


Und deshalb halten die kleinere Affenarten mit denen zusammen, nein das ist nicht richtig und logisch. Ich sehe das eher wie Lutz, nur das unsere Becken eben nicht der natürlichen Gewässergröße entsprechen.
Somit haben wir eigendlich immer zu viele Tiere im Wasser. Hätte ich nur einen Clarkii in 500L und ein richtig toll bewachsenes Becken mit vielen Hölen Steinen Ästen usw würden Cambarelluss shuffeldtii bestimmt darin klarkommen.
Ebenso wie meine Garnelen auch wenn es einen mal erwischt wird, das wird mit Nachwuchs ausgeglichen dann.

Also für mich eher ein: Becken zu klein , als ein das geht nie gut.

LG Achim....
How deep can you go on a single breath

Lutz

Baby-Garnele

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9

Donnerstag, 2. November 2006, 07:40

Hallo Chris

Zitat

Der feine, aber kleine Unterschied besteht darin, dass Flusskrebse innerartliche Dominazhierarchien (Rangfolgen) ausbilden. Der Mechanismus dazu sind Kämpfe (anders als bei Fischen, die zwar vielleicht drohen, drücken und rempeln, aber nur sehr selten "ernst" machen..).


Die Antwort zur letzten Frage vorweg: seit 4 Jahren.
Ist übrigens die selbe Zeit, seit der ich C. speciosus mit P. spiculifer in einem Becken halte. Oder C. manningi mit O. durellii. Oder C. rustifasciatus mit O. sp.- aff. luteus. Oder O. durellii mit C. rustifasciatus und O. sp. aff. luteus.

Wie lange gehen eigentlich deine Erfahrungen mit Fischen zurück? Anhand des oben zitierten Auszugs sicherlich nicht so weit, ansonsten könnte ich dir z.B. ein paar Malawibuntbarsche nennen, die dir deinen Bestand im Aquarium auf sich selbst reduzieren.

Also, für mich ist das Quatsch. Wenn du den Tieren Rückzugsmöglichkeiten gewährst, kannst du auch mehrere Arten zusammenhalten. Mit den gleichen Problemen, mit denen du mehrere Tier von einer Art zusammen hälst. Ansonsten müsstest du mir sagen, dass du noch nie ein Tier verloren hast, weil sich der andere auf ihn/sie gestürzt hat.

Die Rangkämpfe gibt es überall im Tierreich, und nicht alles sind nur Kommentkämpfe. Und bei den Fischen wird das nicht über den "Geruch des Versagens" geregelt, sondern über optische Reize. Der Effekt ist der gleiche.
--------------
Gru

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10

Donnerstag, 2. November 2006, 08:15

Morgen,

nun, dass es sowas wie Malawsis gibt ist dann sogar noch mir bekannt (Deshalb auch der Zusatz "sehr selten" - gemessen an der Masse an anderen AQ-Fischen)...

Ansonsten vertreten wir offenbar unterschiedliche Ansichten was artgerechte Pflege angeht...
Mir macht es mehr Spass soziale Interaktionen zwischen Artgenossen zu beobachten, als das Geknüppel zwischen zwei Arten. Ich wage mal zu orakeln, dass die Krebse auch Ersteres bevorzugen.

Allerdings muss ich zugeben, dass mich deine Artkombinationen doch etwas überraschen. Kombinationen aus groß und klein hätte ich per se ein "Geht Nicht" bescheinigt.
Alle Kombinationen seit 4 Jahren ?
Beckengröße / Besatzdichte ?
Nachzuchten ?
Buenos dias,
Chris

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Lutz

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11

Donnerstag, 2. November 2006, 08:23

Hi Chris

nein, nicht alle seit 4 Jahre. Alles Wildfänge

Die O. durelli haben wir ja erst von etwa 2 Jahren gefunden. Becken sind unterschiedlich groß von 160cm (speciosus und spiculifer, mehrere Tiere) bis runt auf 80cm für 2 Paare.

"Artgerecht"? Wir haben in manchen Biotopen 4 verschiedene Arten auf 3x3 Metern gefunden, und nicht nur einzelne Tiere.

Nur Malawi? Ich könnte dir da auch Beispiele vom Tanganjikasee, Labyrinthfischen, Killis, südamerikanischen Zwergbuntbarschen usw. nennen.
--------------
Gru

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12

Donnerstag, 2. November 2006, 13:20

Hi Lutz,

dass die Krabbler sich alle auf 3x3 Metern treffen hat noch lange nicht zu bedeuten, dass sie dort ihren kompletten Lebenszyklus verbringen (Stichwort: Futtersuche .....) !
Mehrere Arten im selben (Mikro-)habitat sind tatsächlich eher selten. I.d.R. handelt es sich dabei um Momentaufnahmen von Art-Verdrängungen, bzw. um eingenischte Arten (verschiedene Substrat- / Mikrohabitatpräferenzen).

Du wirst genügend Gewässer finden in denen z.B. O. rusticus, O. virilis und O. propinquus durcheinander krabbeln. Schau Dir dieselben Gewässer 10 jahre später an, dann reden wir weiter...

@ Bsp. bei Fischen:
Und, hält man diese Arten alle im Gesellschaftsaquarium ? ...
Buenos dias,
Chris

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Lutz

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13

Donnerstag, 2. November 2006, 15:03

Hi Chris

wir können gerne weiter diskutieren, aber wir werden da nicht einig!

Zitat

Du wirst genügend Gewässer finden in denen z.B. O. rusticus, O. virilis und O. propinquus durcheinander krabbeln. Schau Dir dieselben Gewässer 10 jahre später an, dann reden wir weiter...


Irrelevant, da es sich bei den von dir genanntn Arten um Tiere handelt, die bei uns nicht gehalten werden (o. rusticus war allerdings auch bei mir friedlich mit C. speciosus zusammen)

Wenn du mir einen Aquarianer zeigst, der die gleichen Tiere 10 Jahre in einem Aquarium hält, hast du Recht und ich geb einen aus. ist also kein Argument.

Wir machen im Aquarium immer nur eine Momentaufnahme.

Zitat

Und, hält man diese Arten alle im Gesellschaftsaquarium ? ...

Natürlich halte ich verschiedene Mbunas in einem Gesellschaftsaquarium. Und die prügeln sich - und das tun sie auch im ursprünglichen Biotop.

Ich übertrage auch den Konkurrenzdruck in mein Aquarium, so what?
um es total Biotopgerecht zu machen, werfe ich nicht unbedingt eine halbvolle Öldose hinterher, aber was für Aquaristik willst du?

Schlaraffenland? Und da verhalten sich die Tiere dann deiner Meinung nach "ursprünglich"? Nein, zum natürlichen verhalten gehört auch der Kampf ums Futter und Revier, auch artfremden Tieren gegenüber.

Das will ich beobachten, das ist für mich Aquaristik. Ansonsten sind wir auf dem besten Weg zu japanischer oder amerikanischer Aquaristik: ein Becken, bunter Kies, 1 Tier.

Zitat

dass die Krabbler sich alle auf 3x3 Metern treffen hat noch lange nicht zu bedeuten, dass sie dort ihren kompletten Lebenszyklus verbringen (Stichwort: Futtersuche .....) !


Das tun sie sicher im Aquarium auch nicht. Aber wenn du beim Wasserwechsel ein gaaaanz dicken Schlauch nimmst, dann kannst du auch das simulieren! :-)
--------------
Gru

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14

Donnerstag, 2. November 2006, 15:36

Hey,

...Cambarellus shufeldti verdrängt C. puer entlang der Golfküste; Orconectes luteus schließt O. punctimanus durch aggressive Interaktionen aus bestimmten Habitaten aus; analoge Situation bei O. immunis und O. virilis (letzterer dominant)... usw.
Jetzt relevant genug ? :rolleyes:


Aber belassen wir´s erstmal dabei;
Auf einen grünen, gemeinsamen Zweig werden wir diesbezüglich nicht kommen (und mit Polemik um sich zu werfen bringt´s ja auch nicht) ;)
Buenos dias,
Chris

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Donnerstag, 2. November 2006, 16:49

Hi Chris

Zitat

...Cambarellus shufeldti verdrängt C. puer entlang der Golfküste; Orconectes luteus schließt O. punctimanus durch aggressive Interaktionen aus bestimmten Habitaten aus; analoge Situation bei O. immunis und O. virilis (letzterer dominant)... usw.

Jetzt relevant genug ?


Nein, denn es geht nicht um eine natürliche Evolution sondern ein künstliches Biotop namens "Aquarium".

Und bevor das Beispiel mit ausgesetzten Marmorkrebsen kommt, die durch Menschenhand ein natürliches Biotop aus dem Gleichgewicht bringen: Durch "Menschenhand" kann ein in einem Aquarium unter Beobachtung (und nur deshalb habe ich eins) auch eingegriffen werden, wenn es zu hart zugehen sollte.


Zitat

Aber belassen wir´s erstmal dabei;


So sehe ich das auch!
--------------
Gru

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