Die Chemie des Wassers ist sehr wichtig, ist sie doch entscheidend dafür, ob sich die Bewohner wohl fühlen. Jede Tierart hat in ihrem natürlichen Habitat andere Wasserwerte und fühlt sich bei eben diesen am wohlsten.
So gibt es den
pH-Wert, der angibt, wie "sauer" bzw. "basisch" das Wasser ist.
Die Härte des Wassers misst man mit
Karbonathärte (KH) und deutsche Härtegrade (dH). Der Härtegrad gibt an, wie hart, also mineralienhaltig (überwiegend Kalk) das Wasser ist. Die Gesamthärte gibt die Summe der Konzentrationen der Kationen von Erdalkalimetallen in Wasser an.
Ammoniak ist ein giftiger Stoff, der insbesondere bei Verwesung entstehen kann. Bereits geringe Mengen sind für wirbellose tödlich; auch Menschen können bei hohen Konzentrationen sterben.
Nitrat ist ungiftig und stellt einen guten Nährstoff für Pflanzen dar.
Das Abbauprodukt von Nitrat ist
Nitrit; dieses ist giftig und sollte in Aquarien unbedingt vermieden werden! Nitrit ist das letzte Produkt in der Abbaukette. Da dieses nicht mehr umgewandelt wird, muss es durch Wasserwechsel entfernt werden.
Gerade in der Einlaufzeit können die Werte stark schwanken und es kommt nach einigen Tagen zu einem starken Nitrat-Anstieg, weshalb man Tiere erst nach der
Einlaufphase einsetzen sollte.
Um die Wasserwerte zu messen kann man entweder Messstreifen nutzen (relativ ungenau) oder auf die wesentlich genaueren aber teureren Tröpfchentests zurückgreifen. Auch kann man einige Werte wie den pH-Wert mit elektronischen Messgeräten oder chemischen Dauertests (sinnvoll bei CO2-Zugabe) feststellen. Diese sind aber sehr teuer und lohnen nur in den seltensten Fällen.