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Aqua-Terrarium.de

Lizard

Garnelenei

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Dienstag, 12. Oktober 2010, 22:37

Kamberkrebs ( Orconectes limosus)

Hallo!

Heute bin ich ganz spontan Besitzer eines Kamberkrebs-Pärchens geworden.
Dazu erstmal ein bisschen Huntergrund-Info. =) Zurzeit mache ich einen Kurs zur Vorbereitung auf die Prüfung für den Fischereischein. Der Gewässerwart der uns etwas zum Fischereirecht beibringt hatte die Krebse heute zur Ansicht mit. :)
Er sagte dass er auch 8 dieser Tiere in einem Aquarium hält und sie außerdem sogar relativ gut schmecken sollen. Naja letzteres tut nicht wirklich was zur Sache, nur insofern das ich bisher dachte dass die Krebse unter Naturschutz stehen. Daraufhin wurde aber gesagt dass die Art ende des 19. Jahrunderts eingeschleppt wurde und nicht unter Schutz steht. Man dürfte sie aus dem Grund also ohne weiteres entnehmen, im Aquarium halten oder sonstiges.

Da ich seit einiger Zeit ein 125l-Kaltwasserbecken mit Stichlingen im Keller habe und der Gewässerwart mir angeboten hat die Tiere fürs Aquarium mitzunehmen habe ich das Angebot gerne angenommen.
Habe bisher gelesen dass man ein Pärchen dieser Art auch in einem gut strukturierten 60l-Becken und bei Zimmertemperatur halten kann. Nun ist es so dass ich noch ein ungenutztes 60l-Becken besitze und daher gerne die Krebse in diesem halten möchte. Vor allem weil die Stichlinge spätestens in der nächsten Paarungszeit wohl kaum ihre Nester auf dem Boden bauen können mit den Krebsen im Becken. Außerdem möchte ich die Krebse auch gerne beobachten und sie deshalb im Zimmer halten statt im Keller.

Nun ein paar Fragen. :) Ist es grundsätzlich korrekt das ein 60x30x30cm -Becken für ein Pärchen Kamberkrebse ausreichend ist?
Als Einrichtung ist Folgendes geplant: Viele Steine mit entstehenden Höhlen und Schlupflöchern, Totholz dass ich aus einem Gewässer entnehme und Laub, ebenfalls aus einem Gewässer. Das mit dem Totholz und Laub hat sich für das andere Kaltwasserbecken als optimal erwiesen. Da es in dem jeweiligen Wasser schon abgesunken ist wird es auch im Aquarium ein schöner Teil des Bodengrunds, außerdem fault es nicht mehr und es werden noch Kleinstlebewesen und Algen mit ins Becken gebracht.

Was haltet ihr von der Planung und was könnt ihr mir noch für Tipps geben?

Zum Schluss habe ich noch eine Frage wegen dem passenden Futter. Ich konnte schon beobachten dass der Grund des Beckens (inklusive Totholz, Laub und Kies) durch die Krebse "abgegrast" wird. Habe außerdem gelesen dass Würmer und Schnecken als Futter geeignet sind. Entspricht das der Wahrheit? ^^ Vorhin habe ich auch mal zum Test eine Tablette wie man sie für Bodenlebende Fische benutzt ins Becken getan. Die wurde von einem Krebs direkt bearbeitet. :)

Ich hoffe auf Antworten, Tipps usw, :D Grüße Jörn

Anbei noch Bilder von den neuen Mitbewohnern..
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  • 12102010560.JPG
  • 12102010563.JPG
Meine Tiere:
1.0 Pogona Vitticeps (Bartagame)
0.x Messor Barbarus (Körnerfressende Ameisen)
1.1
Orconectes limosus
Einige Stichlinge und junge Weißfische

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Lizard« (12. Oktober 2010, 23:03)


Norbert R.

Jungkrebs

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2

Dienstag, 12. Oktober 2010, 23:28

Hallo Jörn.

erstmal welcome hier im Forum.

1) wie groß sind deine Krebse ?

2) auf Dauer zu klein dein Becken !!!

3) du mal in dein Becken mal ausreichend Laub einbringen (am besten du sammels aureichend für die nächsten Wochen/Monate im Wald, wo wenig bzw. keine Abgase von Auto's, und nicht vom Boden) als Futter

4) alternativ Futter (Fischfutter, Flocken, Tabletten), Frischfutter (siehe auch unter Futter notfalls Suchfunktion benutzen

hoffe habe Dir erstmal geholfen

gruß Norbert

Lizard

Garnelenei

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Mittwoch, 13. Oktober 2010, 00:21

Danke für die schnelle Antwort!

zu 1) Die Krebse sind schätzungsweise 11-12cm groß, habe noch nicht genau gemessen aber es sieht so aus als seien sie schon ziemlich ausgewachsen

zu 2) Bislang sind die Tiere ja noch in einem Becken mit 120x40cm Bodenfläche. Wäre selbst das noch zu klein??
Habe auf einer anderen Seite gelesen dass für die Art ein gut strukturiertes 60er Becken ausreicht. Hatte daher eigentlich geplant sie (zum Schutz der Fische) auf Dauer alleine in einem 60er Becken und mit Steinen usw die Bodenfläche möglichst groß zu gestalten.

zu 3) Wegen dem Laub, das habe ich für mein Kaltwasser-Fischbecken nicht vom Boden aufgesammelt sondern vom Grund eines klaren Baches. ^^ Hat sich dafür eigentlich als optimal herausgestellt, weil es nicht fault und sofort auf den Grund sinkt. Ebenso kommt auch das Holz vom Grund eines Gewässers. Im Krebsbecken würden zusätzlich noch Hartholzwurzeln zum Einsatz kommen wie man es im Aquaristikhandel bekommt.

zu 4) Welstabletten werden schonmal gerne genommen. :) Kann man auch Regenwürmer als Futter anbieten? Und werden auch lebende Wasserschnecken als Futter betrachtet oder evtl welche die man vorher zerdrückt? Werde dazu natürlich auch nochmal die Suchfunktion nutzen.. ;)
Meine Tiere:
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Garnelenei

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Mittwoch, 13. Oktober 2010, 01:33

Paarung von Orconectes limosus

Nun muss ich zu dieser späten Stunde noch schnell einen Beitrag schreiben. Wollte vor dem schlafengehen nochmal einen Blick auf die neuen Aquarienbewohner werfen, und was sehe ich? Es liegt schon nach wenigen Stunden im neuen Becken Romantik in der Luft bzw im Wasser. :D

Dazu fällt mir auch direkt noch eine Frage ein: Ich habe bereits gelesen dass die Paarung bei O. limosus im Herbst du die niedrigeren Temperaturen ausgelöst wird. Angenommen die Krebse ziehen nach einer erfolgreichen Befruchtung in ein Becken um das eine Wassertemperatur von ca 20° hat, werden dann die Eier trotzdem erfolgreich entwickelt? Oder ist es ratsam die Krebse erst im Frühjahr in ein "Zimmerwarmes" Becken ziehen zu lassen?

Noch als Info nebenbei, bisher sind die Tiere in einem Aquarium das im Keller steht. Ein Kellerfenster steht ständig offen, die Temperatur entspricht also in etwa der von draußen.

..Natürlich gibt es auch noch schöne Bilder.. ^^
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  • 13102010571.JPG
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Welsman

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5

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 12:48

Hallo Jörn,
Herzlich Willkommen im Forum
Bislang sind die Tiere ja noch in einem Becken mit 120x40cm Bodenfläche. Wäre selbst das noch zu klein??
diese Größe geht i.O., aber nicht kleiner
Mit freundlichen Grüßen
Peter


bmsermond

Jungkrebs

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6

Donnerstag, 14. Oktober 2010, 19:41

Hallo Jörn,

meiner Meinung nach kannst Du ein Pärchen Kamberkrebse durchaus in einem 60er Becken halten, ich hatte diesen Sommer kurzzeitig 12 in einem 50x30 und die sind sich sogar bei der Häutung nicht auf die Schale gerückt. Das war natürlich nur eine Notlösung, und nicht von Dauer, ich hatte die Tiere für jemanden besorgt und musste Sie dann länger als erwartet zwischenhältern. Für das Pärchen würde ich wenigstens 4 Verstecke einrichten, Du kannst auch mit Holz in die Höhe gehen die Krebse kletter gerne, also nutzen Sie das AQ voll aus wenn die Möglichkeit beseht, auch Tagsüber, ansonsten kannst Du auch gut mit wasserpest oder anderen Pflanzen die niedrigere Temperaturen vertragen dekorieren, vielleicht gräbt was aus aber eigentlich sind sie in der Hinsicht unkritisch, auch fressen tun sie die Pflanzen weniger, meine mochten am liebsten Schnecken, und ersatzweise Chilidenpellets insgesamt halt eher tierische kost. Zimmertemperatur geht für den Krebs auch die Art verträgt mehr als unsere einheimischen Arten nur auf dauer sollte es kein Warmwasser AQ sein.

1 Problem besteht bei diesem Krebs allerdings deswegen haben sie bei mir auch nur ein kleines Notbecken bekamen, obwohl ich von 60 bis 400 Liter gut 15 Becken zu Auswahl gehabt hätte, und zwar die Krebspest, dewegen stört mich deine Paarung auch etwas, ich meine natürlich die Deiner Krebse, wenn Dir das nix ausmacht das Die kleinen in Deinem Becken dann auf der Strecke bleiben und Du nur das Wunder der Vermehrung beobachten willst, gut. Allerdings solltest Du Dir im klaren sein das die kleinen und auch die Eltern nie wieder in die freie Natur zurück können, steht in Deutschland unter Strafe und das zurecht. Der O. limosus lässt sich auch nur schwer verkaufen da er für die meisten Heimaquarien kaum geeignet ist. Ich hab weil sie so süß sind einen behalten und der wohnt jetzt in einem kleinen 8eck mit etwas Javafarn, einer Höle und ner Wurzel, das gefällt ihm wohl ganz gut, hätte der Krebs Eier angesetzt hätte es für mich nur die Lösung gegeben diese mit einem Teelöffel abzukratzen, auch wenn sich´s nicht schön anhört.

Mit 11 cm sind sie für Ihre Art ja schon am ende des Wachstums angekommen, so Alt werden Sie wohl ohne hin nicht mehr werden, beim beobachten wünsche ich Dir jedenfalls viel spass, jeder Krebs der aus unseren Flüssen gefischt wird zählt!!!

Gruß Bernd
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Mein Schiff wird kommen...und ich werde am Flughafen sein.

„So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“ –A. Schopenhauer (1788-1860)

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7

Freitag, 15. Oktober 2010, 10:15

Hi,

wenn du Junge bekommst würde ich sie alle in einer größe von ca. 6cm nehmen.

Gruss AlphaMännchen
Gruss AlphaMännchen
;)