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Aqua-Terrarium.de

Dean

Garnelenei

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1

Samstag, 19. November 2005, 20:32

Anfängerfragen...

Hallo,

wie schon in der vorstellungsecke erwähnt, bin ich Wirbellosen UND Aquaristik Neuling. Keine Angst, ich will euch nicht mit den grundlegenden Grundlagen Nerven, habe mich schon beraten lassen und Literatur gewälzt, soll heißen das Sytem Aquarium hab ich theoretisch schon mal verstanden.

Was ich anstrebe:

Entweder ein reines Flusskrebs Artenbecken, oder ein Gesellschaftsbecken, was aber hauptsächlich auf Krebse ausgerichtet sein soll. Wenn es geht, fände ich einen Schwung Garnelen oder den ein oder anderen Fisch dabei nicht schlecht.

Nun zu ein paar Dingen, die mich beschäftigen:

1) Ich möchte den Tieren zuliebe nicht gleich übertreiben, sprich mein optimaler Krebs ist robust, lässt zumindest seine Artgenossen in Frieden, futtert nicht alles Grünzeug aus dem Aquarium, ich will absolut keinen Unterwasserdschungel, aber etwas grün sollte drin sein. Obendrein sollte er nicht zu klein sein und vielleicht nicht nur in der dunklen Ecke sitzen. Alles in allem also ein pflegeleichter Genosse, nur welcher könnte das sein??
Im Buch von Hans Gonella wird einem der Procambarus cubensis wärmstens als Einsteigerkrebs empfohlen. Kann man dem zustimmen??

2) Bei den Fischen gibt es ja schöne Formeln, wieviel Centimeter Fisch auf wieviel Quadratcentimeter Wasserfläche gesetzt werden sollten.
Gibt es für Krebse ähnliche Faustformeln, soll heißen wie groß muß ich mein Becken auswählen??
Ich habe vor mindestens ein 150l, höchstens ein 300l Becken zu pflegen. Um wieder auf den Procambarus cubensis zurückzukommen - wieviele Tiere können artgerecht in diesen Beckengrößen gehalten werden.

3) Rein optisch gefällt mir die Cherax Familie sehr gut. Gibts eine Art, welche mit meinen obigen Vorstellungen vereinbar ist, welche Dinge würden nicht funktionieren, oder sollte man als Anfänger von den größer wachsenden Krebsarten ganz die Finger lassen?

4) Thema Fortpflanzung. Diese würde ich in den Anfängen gerne mal ausklammern, daher würde ich am Anfang eher gleichgeschlechtliche Tiere pflegen wollen. Geht das gut?? Eher Mann-Mann oder Frau-Frau??

5) Gibt es aus Sicht der Aquarientechnik bestimmte Elemente welche für Krebse besonders wichtig sind oder welche man lieber nicht einbauen sollte??

soviel zu meinem ersten Wissensdurst...

ich freue mich schon auf eure Ratschläge!!

Danke

Gruß Dean

MacG

Gelegenheits-Züchter

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2

Sonntag, 20. November 2005, 09:27

zu 1:
Zum Procambarus cubensis kann ich nicht viel sagen, da ich diese Art nicht halte! Es ist möglich, dass diese Art deinen Ansprüchen gerecht wird.

zu 2:
Bei Fischen wendet man die Faustregel cm Fisch pro Liter Wasser an, um eine gewisse Qualität des Wassers zu halten. Bei den Krebsen würde ich die Formel weniger anwenden! Hier ist es wichtig, jedem einzelnen Krebs ein gewisses Revier geben zu können!
Bei der Beckenwahl für Krebse ist ein eher flaches Becken mit viel Bodenfläche vorzuziehen! Allerdings klettern Krebse auch gern.
In einem 150l Becken solltest du sicher mindestens 2 Pärchen der Procambarus cubensis unterbringen können! Viele Versteckmöglichkeiten sollten in jedem Krebsbecken vorhanden sein.

zu 3:

Ich habe ein 450l Becken mit Cherax lorentzi und Cherax "Irian Jaya". Die Irian Jaya sind weniger tagaktiv, die Lorentzi schon eher! Meine Cherax genehmigen sich auch schon mal ein Blatt von einer Pflanze! Im Becken sind noch ein paar Regenbogenfische. Die lassen sie in Ruhe.

zu 4:

Wieso? Sicher gibt es Krebsarten, bei denen sich auch männliche, bzw. weibliche Tiere untereinander vertragen! Aber es dürfen auch bei Anfängern ruhig Paare sein! Du sollst ja nicht gleich eine Zuchtanlage aufmachen! Aber über Zufallszucht freut man sich immer!!

zu 5:

Krebse mögen viele Verstecke!
Von der Filterung des Wassers durch einen Hamburger Mattenfilter rate ich ab, da manche Krebse die Matte mit ihren Scheren zerpflücken!
Sauerstoff ist wichtig um die Krebse gut durch die Häutung zu bringen! Die Einbringung geschieht z. B. durch die Belüftung mit Sprudelstein und Menbranpumpe oder durch gute Oberflächenbewegung durch einen kräftigen Filter!
Krebsbecken sollten gut abgedeckt werden, da Krebse gute Kletterer sind und jede Fluchtmöglichkeit aus dem Becken nutzen.


So, das mal als erstes!
Sicher werden dir andere noch einiges zu den Procamabarus cubensis sagen!
Gr

Cherax

Jungkrebs

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3

Sonntag, 20. November 2005, 11:00

Hallo,

ich ergänze Marcos Ausführungen nochmal um meine eigenen Erfahrungen:

zu 1) ja, die cubensis sind sehr pflegeleicht. Ich hatte die auch mal, sie mußten dann zugunsten von Cherax sp. zebra weichen ;) . Die Zucht ist ebenfalls sehr einfach.

Zitat

Entweder ein reines Flusskrebs Artenbecken, oder ein Gesellschaftsbecken, was aber hauptsächlich auf Krebse ausgerichtet sein soll. Wenn es geht, fände ich einen Schwung Garnelen oder den ein oder anderen Fisch dabei nicht schlecht.
Entweder du nimmst schnelle Zwerggarnelen (Rückenstrich, White PEarl, Grüne ZWerge etc./keine Bienen etc.). oder Fische, die oben schwimmen (Guppies, Regenbogenfisch), dann hast du eig. freie Auswahl bei den Krebsen
zu 2) diese Regel ist eh Blödsinn. Mann muss ja Schwimmgewohnheiten, Schwarmverhaltem etc. auch berücksichtigen. Am besten du fragst hier, dann kann man grobe Anhaltspunkte geben.
Grob würde ich sagen:
Krebse bis max. 7cm gehen noch in 60cm-Becken (empfohlen eher 80cm)
Krebse bis 15cm dann in Becken bis 120cm(bis 12cm in 80-100;darf natürlich gerne größer sein)
größere Krebse wie Cherax quadricarinatus ab 150cm Beckenlänge.

Zitat

3) Rein optisch gefällt mir die Cherax Familie sehr gut. Gibts eine Art, welche mit meinen obigen Vorstellungen vereinbar ist, welche Dinge würden nicht funktionieren, oder sollte man als Anfänger von den größer wachsenden Krebsarten ganz die Finger lassen?
Cherax quadricarinatus sind sehr robust und pflegeleicht. In nem schönen 300l-AQ kann man da schon ein Pärchen pflegen. Kleiner und vom Verhalten sehr interessant sind Yabbies (Cherax destructor), leider bekommt man die nur ab und an.Die anderen gängigen Cherax sind eher scheu. Meine Erfahrungen sagen, dass diese aber in hellen Becken mit Sand und kräftiger Beleuchtung eher zu sehen sind. Das hat wohl auch optische Gründe, weil die Krebse dann nicht so gut nach "draußen" sehen können.zu Frage 4) muss nicht sein. Du solltest dann halt Arten auswählen, deren NAchwuchs man auch loswird (also keine Marmorkrebse ;) ).zu 5)schließe ich mich Marco an. Kein HMF; aber Luftheber oder Diffusor am Filter sind insbesondere bei Cherax von Vorteil.Wg. Bepflanzung: da hatte ich bei den cubensis überhaupt keine Probleme. Und in 300 Liter kannst du locker 10 Krebse halten. Sehr interessant finde ich jedoch auch Procambarus pubenscens. Die sind etwas farbenprächtiger und sollen auch nicht so anspruchsvoll sein.
Ich liste dir mal ein paar mehr oder weniger pflegeleichte Krebse für Becken zwischen 160-300l auf:
-alle Cambarellus (auch CPO)
-P. cubensis
-P. pubescens
-p. clarkii (alle Farbformen)
-P. sp. marmor (Achtung! undenlich NAchwuchs ;) )
-Cherax quadricarinatus
-Cherax lorentzi
-CHerax sp. Irian JAya
-Cherax sp. green orange-tip

ICh würde dir eigentlich zu den clarkiis raten. Da sind auch schöne Farbformen dabei und die sind eigentlich die robustesten Krebsen, die man bei uns bekommen kann.
Gru

MacG

Gelegenheits-Züchter

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4

Sonntag, 20. November 2005, 12:42

Zu den Clarkiis als Anfängerkrebs würde ich auch raten!
Dann solltest du dir dein Becken aber nicht mit Pflanzen einrichten. Das Becken, in dem meine Clarkiis sind, haben sie fast vollständig von Pflanzen befreit. Bis auf zwei halbkahle Aponogeton und etwas Nixkraut.
Gr

Dean

Garnelenei

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5

Sonntag, 20. November 2005, 14:52

Hallo,

vielen Dank schonmal für die sehr aufschlußreichen Hinweise!

Der P. clarkii würde mir zwar gefallen, aber ein Becken ganz ohne grün ist mir dann doch zu karg.

Ich glaube mit einem Paar Yabbies oder C. lorentzi könnte ich mich sehr anfreunden, die gefallen mir eh am besten und so wie ihr schreibt, scheinen die Tiere ja auch Garnelen und Fischen zu tolerieren.
Daß, das auch noch Guppies oder Regenbogenfische sind, kommt mir entgegen, da meine Freundin diese haben will.

Da ich dafür aber ein schon größeres Becken brauche (min 100X50X50=250l) muß ich mich primär mit der Suche dessen befassen. Da ich Vollblutschwabe bin, geh ich dazu nicht in den nächsten Laden und kaufe, sondern muß erstmal Produktinfos und Preise vergleichen! :D

Zum Schluß noch mal ein paar Fragen:

1) Wenn man nicht gleich züchten will, lässt man es darauf ankommen, entweder es kommt Nachwuchs durch, oder er wird im Gesellschaftsbecken in den Nahrungskreislauf integriert. Richtig?

2) Wenn es dann soweit ist, das ich ein Aquarium erstanden, eingerichtet und eingefahren hab (denke der Tag wird so in ca 2-3Monaten kommen) brauche ich Krebse. Sind Anfang Februar Tiere aus privater Zucht zu bekommen oder sollte ich den Fachhandel mit einbeziehen? Ist es problematisch im Winter Tiere zu transportieren?

3) Die Frage scheint fast unsinnig, aber:
Macht es einen Unterschied zwischen eher schlauchigen Rechteck oder "quadratischeren" Eckaquarien für die Tiere? Das Verhältnis Fläche zu Volumen ist ja Gleich, die Ausdehnung halt etwas anders.
Eckaquarium wäre mein Favorit.

Danke nochmal

Gruß Dean

Cherax

Jungkrebs

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6

Sonntag, 20. November 2005, 18:01

zu 1) bei den clarkiis würde das nicht ganz so funzen ;). Mit den Cherax eher schon. Die bekommen eh nicht so viele JUngtiere.

Ich würde dir eher zu lorentzis als Yabbies raten. Von letzteren bekommt man seltener Nachzuchten.

zu 2) Ab April kann man wieder Tiere versenden. Cherax Nachzuchten ausgerechnet in deiner Nähe zu finden halte ich für nicht sehr wahrscheinlich, aber du kannst dich ja mal auf die Suche machen ;)

zu3) Hauptsache viel Bodenfläche. Also das erwähnte 100x50x50 kommt dem IDeal schon sehr nahe.
Gru

Dean

Garnelenei

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7

Montag, 5. Dezember 2005, 16:52

Hallo,

noch eine kurze Frage zur Wasserhärte:

Unser Wasser ist sehr hart, gH ist 24°

Würde gerne Australische Krebse halten, und da stellt sich nun die Frage ob der Wert noch i.O. ist, oder ob ich enthärten sollte.

Danke für die Info

Gruß Dean

Cherax

Jungkrebs

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8

Montag, 5. Dezember 2005, 19:23

Hi,

d
je härter, desto besser ;). Das gilt für die meisten Krebsen egal, ob aus Australien oder Mexiko.
Gru