Hallo Heinrich,
tja, leider gibt es hier in Deutschland keine Antibiotika im Zoohandel. 99,9% der bakteriellen Krankheiten könnten leicht bekämpft werden. Also, müsst ihr zum Tierarzt. Doch der ist teuer. Und das Hauptproblem hier ist, die Verteufelung der Chemie, speziell vor dem schrecklichen Antibiotika und anderen Übernahmeaffektierheit aus der Humanmedizin, wie z.B. Cortison. Ein Hauptgrund für die momentane Krankheitempfindlichkeit von früheren Anfängerfischen, wie Mollies, etc. ist ja auch wirklich der unverantwortliche Umgang mit den Medikamenten bei den Züchtern in Fernost. Aber die Mittel und die gesamte Chemie deshalb so in den Dreck zu werfen, ist genauso unverantwortlich.
Also, die wo es anwenden wollen, ok. Die wo es unbedingt bleiben lassen wollen, auch ok. Wenn Ihr das nächste Mal wegen Angina, Harnröhrenentzündung oder sonstwas Antibiotika verschrieben bekommt, sagt dem Arzt, dass ihr Kapseln wollt. Wird sowieso meistens der Fall sein. Pro 50 L das Pulver einer Kapsel ins Aquarium. Wenne s nicht spätestens nach 40 Stunden besser ist, Dosis erhöhen. Am 6. Tag 3/4 Wasserwechsel, aber nicht der Wasserleitung, sondern aus anderen Aquarien, in denen ihr erst vor 2-3 Tagen Wasserwechsel gemacht habt. Mit dem Antibiotika habt ihr nämlich auch alle Bakterien im Filter gekillt. Also Werte kontrollieren wie bei einer Neueinrichtung. Und es ist im Prinzip egal welches Medikament ihr nehmt. In der Wassersösung wirken sie so ziemlich alle gleich, ausser die ganz alten. Wenn ihr also Tetracyclin oder so habt, können die Bakterien schon resistent sein, müssen aber nicht. Noch ein Wort zur Dosierung. Macht euch nicht in die Hosen, ich habe mehrmals bis 10fache Dosis gebraucht, aber keinen Fisch verloren.
So machen es die Profies im Grosshandel. Und ich gebe hier nicht den Tip, dass man das Zeug im Ausland überall kaufen kann, z.B. lose im Kilobeutel für 10 Euro aus Singapur. Oder Reimporte originalverpackt von Bayer zu 1% des Preises den man hier in BRD bezahlt.