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Aqua-Terrarium.de

CPO

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Samstag, 23. Dezember 2006, 08:20

Bauanleitung: Wohnterrasse

Moin.

Da es ja doch einige Wohnzimmeraquarianer gibt, wo nicht nur Zweckmäßigkeit, sondern auch Optik eine Rolle spielt, möchte ich Euch nun mal eine Bauanleitung vorstellen, mit der man eine Pflanzterrasse gestalten und diese gleichzeitig mit nützlichen Höhlen verbinden kann.

Material:
- Bastlerglas
- Krebstoff
(Uhu Allplast oder Tangit [hat Lebensmittelzulassung], im Zweifelsfall die Sicherheitsdatenblätter der Hersteller konsultieren)
- Kiesel, Schiefer oder anderes Deckmaterial

Werkzeug:
- Säge (Laubsäge funktioniert ganz gut)
- Winkel

Zunächst muss man sich für eine Grundform entscheiden. Ich habe mich für einen langezogenen Viertelkreis (Viertelelypse, wie auch immer man es nennen mag ;) ) entschieden. Etwas, was mich bisher bei jeder Bastellei geärgert hat war, dass winkelige Dinge nie in eine Aquarienecke gepasst haben, da mir (logischerweise) immer die Silikonnähte in die Quere kamen. Abhilfe versprach ich mir von (in 45°) abgewinkelten Ecken. Hier habe ich sie noch geklebt, aber eine mögliche Alternative wär, das Material über eine Tischkante o.ä. zu erwärmen und dann zu biegen (an dieser Stelle noch mal ein Dankeschön an Matt für diesen Vorschlag).
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2

Samstag, 23. Dezember 2006, 08:21

Diese Konstuktion habe ich anschliessend durch kleine Stützwinkel verstärkt.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 08:25

Anschliessend, wie auf dem vorherigen Bild schon zu sehen, muss die Ecke noch abgesägt werden (da ja auch zwischen Rückwand und Seitenscheibe Silikonnähte sind). Ich habe diese Aussparung erst später gesägt, damit ich die abgeschrägten Kanten zusammenkleben kann und sie sich gegenseitig stützen, bevor ich die Stützwinkel angebracht hab.


...hört sich doch gut an, oder....OK, in Wahrheit hab ich es vorher einfach vergessen :D
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Samstag, 23. Dezember 2006, 08:33

Als nächstes scheidet man sich ein Rechteck für die Front der Terrasse. Dieses Rechteck muss nun entsprechend der gerundeten Form gebogen werden. Hierzu bietet sich ein Toaster an, mit dem man das Rechteck erwärmt und anschließend in die geplante Form biegen kann. Achtung, beim Biegen kann man sich ganz schön die Scheren verbrennen ;). Alternativ kann man das Material im Ofen erwärmen (aber drauf achten, dass die Frau nicht gerade da ist :D ), dies hat aber den großen Nachteil, dass so das ganze Werkstück weich wird und nicht nur die zu biegende Stelle.
Hat man das Rechteck in Form gebracht, kann man anfangen, die Löcher für die späteren Höhlen auszusägen. In meinem Fall handelt es sich um einfache Tonhöhlen.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 08:35

So. Hier das Ganze nochmal mit der Bodenplatte verklebt. Vorgesehen sind 3 große und 4 kleine Höhlen (die kleinen Höhlen sind aus PVC Leerrohren geplant). Die Bodenfläche vor der Vorderwand wird später genutzt, damit die vordere Verkleidung eine Auflagefläche hat.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 08:42

Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass Krebse sich zwar gerne alles mögliche in ihre Höhle reinschleppen, aber selten 'ausmisten', habe ich geplant, die Höhlen nicht fest einzubauen, sondern das ganze so zu lösen, dass ich die Höhlen im laufenden Betrieb herausnehmen kann, ohne gleich die ganze Pflanzterrasse rausreissen zu müssen. Dies bedeutet allerdings einen nich ganz unerheblichen Mehraufwand. Ich habe also angefangen, eine entsprechende Stützkonstruktion für die Höhlen zu entwickeln. Achtung, wenn Ihr das so nachbauen wollt, müsst Ihr unter Umständen die Öffnung an der Vorderseite größer gestalten, als die Öffnung der Tonhöhle ist. Dies kommt daher, dass einige Höhlen nicht perfekte Zylinder sind, sondern (gerade bei Handarbeit) oftmals bauchig und in der Mitte breiter. In diesem Fall kann man später die Lücken, die bei eingeschobenen Höhlen entstehen mit Filterschaum ausfüllen.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 08:46

Da ich auch die kleinen Höhlen wieder herausnehmen möchte, besteht hier die Stützkonstruktion einfach aus einem etwas größerem Elektro-Leerrohr als die später geplante Höhle.

Auch erkennt man auf dem Bild, dass es sich durchaus lohnt, kleine Stückchen aus Bastlerglas nicht wegzuschmeissen, da man diese schön zum unterfüttern, abstützen und nachbessern gebrauchen kann. Ich habe mir grundsätzlich von dieser Bastellei keinen Plan gemacht, sondern hatte nur eine grobe Vorstellung vom Endprodukt. Das Innere der Planzterrasse sieht so zwar nicht perfekt und sauber aus, aber dafür kann ich auf Ungewissheiten schnell und unkompliziert reagieren. Auch z.T. gesplitterte Teile habe ich so noch wiederverwenden können.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 08:54

So ensteht Ebene für Ebene ein 'Parkplatz' für die Tonhöhlen. Erst als diese 'Parkplätze' fast fertig waren und ich mir sicher sein konnte, dass ich nicht mehr im Bodenbereich der Pflanzterrasse kleben und arbeiten musste, habe ich die eine Rückwand eingesetzt. Dieses war auch der Zeitpunkt, wo ich erste Tests mit der vorderen Verkleidung (bei mir Kieselsteine) machen könnte.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 09:01

Die Front aus groben Kieselsteinen erwies sich als nicht so einfach zu bauen, da eine natürliche Schichtung nahezu unmöglich war. Im Bodenbereich von Lücken kleine Kiesel anzuordnen tut dem Gesamtbild keinen Abbruch, aber wenn kleine Kieselsteinchen von unten an eine Lücke geklebt werden, ohne dass darunter eine Auflagefläche ist, sieht es doch schon ein wenig seltsam aus, aber im Großen und Ganzen kann ich damit leben.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 09:02

Zum Schluss wird noch die Seitenwand (auch hier wieder mit 45° Winkel) eingesetzt.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 09:04

Die hinteren Öffnungen der Leerrohre habe ich mit Resten vom Bastlerglas verschlossen.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 09:05

Und nun der große Moment: Das Einsetzen der Tonröhren.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 09:06

Fertig! Passt, wackelt und hat Luft.
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Samstag, 23. Dezember 2006, 09:06

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Gruss
Hauke

"Give a man a fish, and you feed him for a day. Teach a man to fish, and you feed him for a lifetime."